Vogelgrippe in Rostocker Zoo: 18 Vögel getötet

Heilpraxisnet

Vogelgrippe: Weitere 18 Vögel im Rostocker Zoo getötet

11.01.2015

Nachdem in den vergangenen Tagen berichtet wurde, dass sämtliche Weißstörche im Rostocker Zoo mit dem hochansteckenden Vogelgrippevirus H5N8 infiziert waren und getötet wurden, ist der Erreger nun bei einem anderen Vogel nachgewiesen worden. 18 weitere Vögel wurden getötet.

18 weitere Vögel getötet
Schlechte Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern: Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, wurde in Rostock bei einem weiteren Tier das hochansteckende Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen. Das Agrarministerium teilte am Samstag in Schwerin mit, dass der Rote Sichler – auch Roter Ibis genannt – sowie 17 andere Vögel, die in diesem Gehege gehalten wurden, daraufhin getötet wurden. Es handelte sich dabei um neun weitere Ibisse sowie um acht Nacht- und Seidenreiher. Wie in den letzten Tagen berichtet wurde, waren bereits am Donnerstag zwölf Weißstörche im Rostocker Zoo getötet worden, die alle mit dem Vogelgrippevirus H5N8 infiziert waren. Auch im selben Stall untergebrachte Enten und Gänse wurden getötet und die Untersuchung aller rund 500 Vögel im Zoo angeordnet.

Rostocker Zoo bleibt geschlossen
Der Zoo bleibt vorerst geschlossen. Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD) bat um Verständnis: „Wir versuchen, die teilweise seltenen Arten im Zoo zu schützen, damit der Verlust für die biologische Vielfalt möglichst gering bleibt. Doch es ist auch klar, dass wir bei weiteren Funden weitere Tötungen vornehmen müssen.“ Noch sei unklar, wie das Virus in den Zoo gelangt ist. Für das gesamte Stadtgebiet Rostocks wurde die Stallpflicht ausgerufen worden.

Bislang kein Fall einer Übertragung auf Menschen bekannt
Der Virus-Subtyp H5N8, der zuvor nur in Ostasien kursierte, tauchte seit November in mehreren europäischen Ländern auf. Es stehe noch nicht fest, ob das Virus über Wildvögel oder den Futter- und Geflügelhandel nach Europa gekommen ist. Bisher sind keine Erkrankungen von Menschen bekannt geworden, die H5N8 ausgesetzt waren. Bei anderen Virentypen, wie H7N9 kam es nachweislich zu Übertragungen auf den Menschen. Bei infizierten Personen zeigten sich typische Vogelgrippe-Symptome, wie Fieber, Husten und Halsschmerzen. In manchen Fälle kommt es auch zu Beschwerden wie Durchfall, Bauchschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen. (ad)