Vorsätze für 2014: Kein Stress und mehr Familie

Alfred Domke

Vorsätze für 2014: Was sich die Menschen wünschen und vornehmen

31.12.2013

Nur noch wenige Tage und wir feiern das Jahr 2014. Traditionell ist der Jahreswechsel die Zeit guter Vorsätze. Mehr Zeit für die Familie, weniger Stress, mehr Sport treiben, Rauchen aufhören: Meist ändern sich die Vorhaben nur wenig, doch es gibt regionale Unterschiede.

Vorsätze ändern sich nur wenig
In wenigen Tagen ist es so weit: wir feiern das Jahr 2014. Der Jahreswechsel ist für viele Menschen mit guten Vorsätzen für das kommende Jahr verbunden. Meist ändern sich diese im Laufe der Jahre nur wenig. Auch für 2014 sind die beliebtesten Vorsätze wieder Stress zu vermeiden oder abzubauen, mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben sowie sich mehr zu bewegen und Sport zu betreiben. Dies geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage für die DAK Gesundheit hervor.

Weniger Stress und Zeit für die Familie
Demnach nehmen sich 57 Prozent der Befragten vor, weniger Stress zu haben. Sowohl Zeitdruck im Beruf als auch familiärer Streit und Ärger in der Familie werden als stressige Situationen genannt. „Vor allem Frauen geben an, in Stress zu geraten, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen“, berichtete Frank Meiners, Diplom-Psychologe bei der Krankenkasse. Etwa jede dritte Frau habe Konflikte mit dem Vorgesetzten. Zudem wollen 54 Prozent mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Dies äußerten vor allem Männer.

Stress gar nicht erst entstehen lassen
Meiners erklärte, dass das wichtigste Credo sei, realistische Ziele zu haben, um Stress gar nicht erst entstehen zu lassen: „Egal ob im Job oder in der Freizeit, wer sich zu viel vornimmt und zu hohe Erwartungen an sich und andere stellt, steht schneller unter Strom.“ Ein gutes Zeitmanagement sei dabei sehr hilfreich. „Gerade im Beruf ist es oft schwierig, Stressfaktoren aus dem Weg zu gehen. Am besten ist es in solchen Fällen, sich konkret mit Vorgesetzten und Kollegen abzustimmen“, so der Experte. „Welche Aufgaben können vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt abgearbeitet werden, wie kann die Arbeit besser verteilt werden.“ Zudem sind grundsätzlich Übungen zum Stressabbau wie etwa Yoga empfehlenswert.

Klassiker der Neujahrs-Vorsätze
Etwa die Hälfte (52 Prozent) der Deutschen hat sich außerdem für das kommende Jahr vorgenommen, sich mehr zu bewegen und Sport zu betreiben. 47 Prozent haben den Vorsatz, sich gesünder zu ernähren. Ebenso viele wollen mehr Zeit für sich selbst haben und etwa ein Drittel (31 Prozent) hat vor, abzunehmen. Weitere Klassiker der jährlichen Neujahrs-Vorsätze wie den Alkoholkonsum zu reduzieren (12 Prozent) und das Rauchen aufzugeben (11 Prozent) finden sich auf den hinteren Rängen der Umfrageergebnisse. Diese wurden vor allem von Männern geäußert.

Berliner brauchen weniger Zeit für sich
Auch zu regionalen Unterschieden kommt es bei den Wünschen und Vorhaben fürs neue Jahr. So liegen etwa die Berliner zwar bei den meisten einzelnen genannten Punkten im Durchschnitt, doch bei dem Vorsatz: „Mehr Zeit für sich nehmen“ liegen sie ganze sechs Prozentpunkte (41 Prozent) hinter dem Gesamtwert zurück. Frank-Rainer Quander, Sprecher der DAK-Krankenkasse, sieht darin eine gewisse Gewöhnung der Großstädter an ihre urbane Umgebung. „Jeder, der hier morgens mit dem Fahrrad oder der U-Bahn zur Arbeit fährt, hat schon mehrere hundert Menschen getroffen“, meint er. „Da ist es kein Wunder, dass Berliner sich so sehr daran gewöhnt haben, unter Menschen zu sein, und deshalb gefühlt weniger Zeit für sich brauchen.“ Im Gegensatz dazu ist im eher ländlichen Saarland das Bedürfnis wesentlich ausgeprägter. Dort würden sich 57 Prozent der Einwohner wünschen, mehr „Zeit für sich“ zu haben.

Brandenburger bleiben ihren Vorsätzen treu
Leider sind die ganzen guten Vorsätze bei vielen schon wenige Tage nach dem Jahreswechsel wieder in den Hintergrund getreten. Trotzdem ergab die Umfrage, dass es 2013 jeder zweite Deutsche geschafft habe, seine Vorhaben für das neue Jahr sechs Monate und länger durchzuhalten. Dabei waren die Brandenburger mit 64 Prozent, vor den Bremern (61 Prozent) und den Sachsen (60 Prozent) am erfolgreichsten. Die Schlusslichter waren die Bewohner von Schleswig-Holstein (44 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (43 Prozent) und Hessen (42 Prozent).

Nur jeder dritte Deutsche hat sich was vorgenommen
Für die Studie waren im Auftrag der DAK-Gesundheit durch Forsa über 3.000 Menschen befragt worden. Anzumerken sei auch noch, dass sich nur jeder dritte Deutsche für dieses Jahr überhaupt etwas vorgenommen hatte und mit 62 Prozent wollten die meisten sehr wahrscheinlich auch im kommenden Jahr nichts daran ändern. Dies möglicherweise aus Resignation oder weil sie eh zufrieden sind mit ihrem Leben. (ad)

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Bild: neurolle – Rolf / pixelio.de