Vorsätze 2015: Weniger Stress, mehr Zeit

Heilpraxisnet

Top-Vorsätze für 2015: Weniger Stress, mehr Familie

01.01.2015

Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit guter Vorsätze. Seit Jahren ändern sich diese jedoch kaum. Die meisten Deutschen wollen Stress vermeiden und mehr Zeit für die Familie haben. Auch Sport und eine gesündere Lebensweise werden von vielen als Vorhaben genannt. Leider sind die guten Vorsätze im neuen Jahr schnell wieder vergessen.

Gute Vorsätze zum Jahreswechsel
Wie jedes Jahr machen sich die meisten Bundesbürger zum Jahreswechsel gute Vorsätze. Einer repräsentativen Forsa-Umfrage zufolge wollen 60 Prozent der Bundesbürger ihr Leben künftig stressfreier gestalten. Dies teilte die Krankenkasse DAK-Gesundheit als Auftraggeber der Studie mit. Zudem nimmt sich die Mehrheit der Bevölkerung (55 Prozent) vor, mehr Zeit für Familie und Freunde aufzubringen. Ebenso viele wollen sich mehr bewegen und Sport betreiben. Diese Ziele stehen seit Jahren ganz oben auf der Liste der Top-Vorsätze fürs neue Jahr. Oft sind in diesem Zusammenhang Expertenratschläge zu hören, die Tipps zum Stressabbau geben oder auf die gesundheitsfördernde Wirkung regelmäßiger Bewegung hinweisen.

Gesunde Ernährung und Gewicht reduzieren
An 4. Stelle folgt der Vorsatz, sich mehr Zeit für sich selbst zu nehmen (48 Prozent) und ebenso viele wollen sich gesünder ernähren. Abnehmen haben sich 34 Prozent der Befragten zum Ziel gesetzt. Auch zu diesen Vorsätzen geben Fachleute häufig Tipps. So kann beispielsweise eine Aromatherapie helfen, um Seele und Geist in Einklang zu bringen. Zu gesunder Ernährung und Gewichtsreduktion wird von Ernährungsexperten und Medizinern ohnehin das ganze Jahr über geraten, um beispielsweise die Risiken für Bluthochdruck oder Diabetes zu mindern.

Top Ten der guten Vorsätze wiederholen sich
28 Prozent der Bürger wollen sparsamer sein und 15 Prozent von ihnen weniger Fernsehen. Ebenfalls 15 Prozent erklärten, weniger Zeit mit dem Handy, dem Computer und dem Internet zu verbringen. 12 Prozent wollen weniger Alkohol trinken. Wie es in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa heißt, wiederholen sich die Top Ten der guten Vorsätze Jahr für Jahr und auch ihre Popularität schwankt nur wenig, wie aus den Befragungen der Vorjahre hervorgeht. Ob sie aber auch eingelöst werden, ist eine andere Frage.

Berliner halten besonders lange durch
Den Angaben zufolge erinnerten sich immerhin 39 Prozent der Befragten, dass sie sich auch für 2014 etwas vorgenommen hatten. Rund die Hälfte von ihnen (52 Prozent) gab an, sich länger als drei Monate an die Vorsätze gehalten zu haben. Berliner gaben sich als besonders konsequent: Von ihnen erklärten 64 Prozent in der Umfrage, mindestens ein Vierteljahr durchgehalten zu haben. Doch auch die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern (62 Prozent) sowie die Thüringer (58 Prozent) attestierten sich einen starken Durchhaltewillen.

Wie man es 2015 besser macht
Bremer, Niedersachsen und Rheinland-Pfälzer warfen ihre guten Vorsätze schneller über den Haufen. Nur jeweils knapp die Hälfte (48 Prozent) von ihnen gab an, sie länger als ein Vierteljahr beachtet zu haben. Die Psychologin Sabine Gregersen von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in Hamburg erklärte, wie man es 2015 besser macht: „Die ersten Erfolgsfaktoren sind schon das richtige Auswählen und Formulieren der guten Vorsätze“. Es sollte direkt umsetzbar und messbar sein, was man sich vornimmt. „Gesünder leben beispielsweise ist viel zu allgemein“, so die Expertin. Viel besser wären Vorsätze wie „jeden Tag mindestens eine Portion Obst essen“ oder „dreimal wöchentlich eine halbe Stunde joggen“. (ad)

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

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