Vorsatz für 2017: So klappt der Rauch-Stopp am besten

Alfred Domke
Wissen um Drei-Minuten-Regel erleichtert den Rauchstopp
Obwohl Rauchen bekanntermaßen mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden ist, greifen hierzulande noch immer Millionen Bürger regelmäßig zur Zigarette. Das Rauchen aufgeben ist ein besonders oft gehörter Vorsatz zum Jahreswechsel. Expertentipps helfen, ihn zu verwirklichen.

Rauchen begünstigt zahlreiche schwere Krankheiten
Rauchen gefährdet die Gesundheit. Tabakkonsum begünstigt unter anderem allein zwölf Arten von Krebs wie Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Darmkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Arteriosklerose (Arterienverkalkung) oder die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD.

Obwohl den meisten Menschen bekannt ist, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet, greifen noch immer rund 20 Millionen Deutsche regelmäßig zur Zigarette. Experten geben Tipps, wie es mit dem Rauchstopp klappen kann. (Bild: Dan Race/fotolia.com)

Rund 20 Millionen Raucher in Deutschland
„Das Rauchen ist nach Einschätzung der WHO das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Der Tabakkonsum führt zu gesundheitsbedingten Risiken und Folgeerkrankungen, die die Konsequenzen des Konsums anderer Suchtmittel bei weitem übertreffen“, schreibt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zum Thema Tabakabhängigkeit.

Dennoch leben in Deutschland noch immer rund 20 Millionen Raucher. Zum Jahreswechsel nehmen sich sicher einige wieder vor, in Zukunft die Finger von Zigaretten zu lassen, doch den meisten fällt der Rauchstopp sehr schwer.

Manche meinen, Raucher brauchen einen festen Willen, um den Ausstieg aus ihrer Sucht zu schaffen. Andere behaupten, kalter Entzug ist die beste Methode zum Rauchstopp.

In einer Mitteilung der Nachrichtenagentur dpa hat eine Expertin Tipps parat, wie die Sucht überwunden werden kann.

Gier nach einer Zigarette ist nach drei Minuten meist vorbei
„Die Gier nach der Zigarette dauert im Schnitt nur rund drei Minuten“, erklärte Gabriele Bartsch von der DHS gegenüber der dpa. Daher gilt es, diese Zeit zu überbrücken.

Die Expertin empfiehlt, zum Beispiel das Radio anzustellen und bestimmte Wörter zu zählen, etwa wie oft der Moderator das Wort „ich“ oder „er“ sagt. Für Ablenkung kann auch eine Rechenaufgabe sorgen: „Man nimmt sich etwa die Zahl 113 und rechnet in 7er-Schritten rückwärts bis Null.“

Tipps zum Rauchstopp
Bartsch hat noch weitere Ratschläge parat: Raucher sollten sich eine stressfreie Zeit für das Aufhören suchen. Bei Problemen mit dem Partner oder im Job fällt der Verzicht auf Zigaretten schwerer.

Zudem macht es Sinn, Freunde und Verwandte zu informieren und sie gegebenenfalls zu bitten, nicht in ihrer Anwesenheit zu rauchen. Bartsch empfiehlt, komplett aufzuhören, denn jede weitere Zigarette stimuliert das Suchtgedächtnis von Neuem.

Zwar können Nikotinpflaster den Übergang erleichtern, sie sind jedoch keine Dauerlösung.„Nikotinpflaster halten den Ex-Raucher körperlich abhängig“, warnt die Expertin.

E-Zigaretten helfen laut wissenschaftlichen Untersuchungen Rauchern nicht beim Aufhören. (ad)