Wandern senkt das Herz-Kreislauf-Risiko

Alfred Domke

Wandern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

01.07.2013

Wandern bietet nicht nur eine schöne Gelegenheit, seine freie Zeit in der Natur zu verbringen, sondern ist auch gesund. Man kann damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Vor allem Senioren können gesundheitlich davon profitieren.

Puls und Blutdruck senken
Der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) weist darauf hin, dass Wanderungen gut für Herz und Kreislauf sind. Die über mehrere Stunden erbrachte Leistung von 50 bis 150 Watt beim Gehen in der Natur trainiere den Herzmuskel, erhöhe sein Schlagvolumen und halte die Blutgefäße elastisch. Puls und Blutdruck werden somit gesenkt.

Vor allem für Senioren
Laut BNK ist Wandern vor allem für die Gesundheit älterer Menschen ab 60 Jahren sinnvoll. Die Muskulatur baut nämlich bei mangelnder Bewegung mit zunehmendem Alter schneller ab. Deshalb geraten Senioren leichter außer Atem und nehmen rascher zu. Beides stellt für das Herz eine Strapaze dar.

Zwei leichte Wanderungen pro Woche
Eine Studie des Instituts für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung (ILUG) der Universität Halle-Wittenberg ergab, dass auch die, die bislang kaum aktiv waren, im Alter gesundheitlich von zwei leichten Wanderungen pro Woche profitieren würden. Die Teilnehmer, die berufstätig und sportlich inaktiv sein sollten, wanderten Strecken zwischen 3,8 und 5,6 Kilometern. Dies habe sich positiv auf Blutdruck, Puls und Körpergewicht ausgewirkt.

Herz stärken durch Herztraining
Auch wenn bereits Herzerkrankungen vorliegen, können Wanderungen eine Möglichkeit sein, ein Herztraining durchzuführen. Beim Wandern werden nicht nur die Muskeln trainiert, sondern dies hat auch positive Auswirkungen auf die Gefäße und stärkt noch zusätzlich das Immunsystem. Vor allem im Flachland kann nahezu risikolos gewandert werden. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Wanderroute steilere Berge umfasst und sich noch dazu in höheren Lagen, in denen die Luft dünner wird, befindet. Trainingszustand und Vorerkrankung des Patienten spielen hier eine große Rolle. Ein steiler Berg oder die immer dünner werdende Luft, können unter Umständen zu einer Überbelastung des Herzens führen. Auf jeden Fall sollte während der ganzen Wanderung, egal ob im Flachland oder im Gebirge, immer ein Gespräch ohne Atemnot, möglich sein. (ad)

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Bild: Julien Christ / pixelio.de