Kalorienverbrauch: Wandern vergleichbar mit Joggen

Heilpraxisnet

Kalorienverbrauch beim Wandern ähnlich wie beim Joggen

14.08.2014

Ausreichend Bewegung ist für die Gesundheit unerlässlich. Vielen Menschen liegen die gängigen sportlichen Aktivitäten jedoch nicht. Für sie kann Wandern eine sinnvolle Alternative darstellen. Denn beim Wandern werden in etwa so viele Kalorien verbraucht wie beim Jogging, berichtet die Nachrichtenagentur „dpa“ unter Berufung auf die Mitteilung des Deutschen Wanderverbandes zum 114. Deutschen Wandertag (vom 13. bis 18. August).

Wandern zeigt zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit und ist gleichzeitig schonend für die Gelenke. Dank des relativ hohen Kalorienverbrauchs wirkt das Wandern zudem Übergewicht entgegen. Darüber hinaus werden das Herz-Kreislauf-System, aber auch die Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder gestärkt, so die Mitteilung der „dpa“. Nicht zuletzt zeige das Wandern auch einen positiven Effekt auf die Psyche, da bei längerem Gehen das Wohlfühlhormon Serotonin und der Glücksbotenstoff Dopamin ausgeschüttet werden. Gleichzeitig würden Stresshormone im Körper abgebaut.

Relativ hoher Kalorienverbrauch beim Wandern
In Bezug auf den Kalorienverbrauch beim Wandern berichtet die „dpa“, das „ein etwa 70 Kilogramm schwerer Mensch in der Ebene etwa 300 bis 350 Kalorien pro Stunde“ verbrenne. Im Gebirge liege der Kalorienverbrauch indes deutlich deutlich höher. „Je steiler das Gelände, desto mehr wird verbraucht: Bei Wanderungen mit vielen Höhenmetern steigt der Verbrauch auf circa 550 Kalorien pro Stunde“, zitiert die Nachrichtenagentur die Referentin Gesundheit beim Deutschen Wanderverband in Kassel, Christine Merkel. Dies sei „ungefähr so viel wie beim Joggen“, erläuterte die Expertin weiter. Doch anders als das Jogging eigne sich Wandern auch für Menschen mit starkem Übergewicht.

Wandern für Übergewichtige besonders geeignet
Übergewichtige verbrauchen beim Wandern sogar mehr Energie als Normalgewichtige, da sie mehr Eigengewicht in Bewegung setzen müssen, berichtet die „dpa“ weiter. Hierauf hätten der Wanderverband und das Bundeswirtschaftsministerium bereits 2010 in der gemeinsamen „Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern“ hingewiesen. Zusätzlich lässt sich der Kalorienverbrauch durch die Gehgeschwindigkeit beeinflussen. Allerdings gilt „beim Wandern grundsätzlich, dass das Tempo vom Grad der Fitness und Kondition vorgegeben wird“, zitiert die Nachrichtenagentur Christine Merkel. Der Expertin zufolge sollten die Wanderer dabei nicht außer Atem kommen, sondern ein angemessenes Tempo finden, in dem sie sich gegebenenfalls mehrere Stunden gleichmäßig fortbewegen können. Das durchschnittliche Wandertempo gibt die Referentin des Wanderverbandes mit vier Kilometern pro Stunde an, sehr sportliche Menschen würden bis zu sechs Kilometer in der Stunde schaffen. (fp)

Bildnachweis: berggeist0016351a2cc0b08c03/p>