Warnsignale beachten: Bei ersten Symptomen eines Kontaktekzems schnell zum Arzt

Rote Flecken und schuppige Haut auf der Hand können Hinweise auf ein Kontaktekzem sein. Experten raten dann zu einem frühen Arztbesuch. (Bild: Andy Lidstone/fotolia.com)
Alfred Domke
Gerötete oder schuppende Haut können Anzeichen für Kontaktekzem sein
Obwohl Kontaktallergien in der Bevölkerung relativ weit verbreitet sind, wird Betroffenen der Zusammenhang zischen den Hautirritationen und dem Kontakt mit bestimmten Substanzen oft nicht bewusst. Rote Flecken und schuppende Haut können Warnsignale sein. Zeigen sich erste Anzeichen für ein Kontaktekzem, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

Gerötete und schuppende Haut können auf Kontaktekzem hindeuten
Zwar kann hinter geröteter oder schuppender Haut an den Händen auch eine Schuppenflechte stecken, doch häufig weisen die Symptome auf ein Kontaktekzem hin. „Hierbei schädigen irritierende Substanzen die Hautbarriere und es entstehen Ekzeme“ erläutert die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) auf ihrer Webseite. Wenn die Hautbarriere erst einmal geschädigt ist, besteht laut den Experten die Gefahr, dass man sich gegen eine bestimmte Kontaktsubstanz sensibilisiert und eine Kontaktallergie entsteht.

Rote Flecken und schuppige Haut auf der Hand können Hinweise auf ein Kontaktekzem sein. Experten raten dann zu einem frühen Arztbesuch. (Bild: Andy Lidstone/fotolia.com)
Rote Flecken und schuppige Haut auf der Hand können Hinweise auf ein Kontaktekzem sein. Experten raten dann zu einem frühen Arztbesuch. (Bild: Andy Lidstone/fotolia.com)

Manche Berufsgruppen sind besonders anfällig
Neben der Rötung und Schuppung können Bläschen oder Risse Warnsignale für ein Kontaktekzem sein. Meistens sind damit Juckreiz und Brennen verbunden. Die ECARF rät Betroffenen, bei ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen, um die Auslöser so früh wie möglich zu finden. Hier bieten sich besonders Dermatologen an, die auf berufsbedingte Hauterkrankungen spezialisiert sind. Laut der Stiftung seien bestimmte Berufsgruppen wie Frisöre, Beschäftigte im medizinischen und pflegerischen Bereich sowie Metallarbeiter besonders anfällig. Gegebenenfalls ist es sinnvoll, sich an den Betriebsarzt zu wenden und mit ihm über eine mögliche Umgestaltung der Arbeit zu sprechen. Die Chancen, den Beruf „selbst bei chronischen Berufsdermatosen“ weiter ausüben zu können, stehen mittlerweile gut.

Hautreaktionen durch Nickel
Doch nicht nur in der Arbeitswelt droht die Gefahr, ein Kontaktekzem zu entwickeln. Erst vor wenigen Monaten wies das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) darauf hin, dass immer mehr Nickel in Modeschmuck verarbeitet wird und viele Menschen allergisch auf dieses Metall reagieren. Auch vor der Möglichkeit einer Kontaktallergie durch Jeansknopf oder eines Hautauschlags durchs iPad aufgrund von Nickel-Spuren hatten Experten in den letzten Jahren gewarnt. (ad)

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