Warnstreik: DAK Beschäftigte fordern mehr Gehalt

Astrid Goldmayer

Seit heute findet ein Warnstreib bei der Krankenkasse DAK statt: Die Beschäftigte fordern mehr Lohn

11.04.2012

Am Mittwoch finden Warnstreiks bei der gesetzlichen Krankasse DAK in Berlin statt. Kunden und Mitglieder der Kasse müssen mehrere Stunden mit Einschränkungen rechnen. Der Streik ist zunächst für drei Stunden angesetzt.

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Verdi will mit DAK-Warnstreik Druck auf Tarifverhandlungen ausüben
Der Warnstreik der Krankenkasse DAK Gesundheit hat am Mittwoch um 6.30 Uhr in Berlin begonnen. Laut Angaben von Verdi-Gewerkschaftssekretär Horst Kasten gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“ soll der Warnstreik auf mehrere Stunden befristet sein. Zunächst hätten die Beschäftigten ohne Kundenkontakt beispielsweise in den Abrechnungsstellen die Arbeit bis 10.00 Uhr niedergelegt. Die Kundenzentren von Deutschlands drittgrößter Krankenkasse sollen ab 8.00 Uhr bestreikt werden. Kunden und Mitglieder der Kasse müssen deshalb mit längeren Wartezeiten rechnen. Laut Verdi versammeln sich die am Warnstreik beteiligten Beschäftigten in der Gewerkschaftszentrale in Kreuzberg.

Die Gewerkschaft rechnet mit etwa 200 bis 700 Warnstreikbeteiligten in Berlin. Bundesweit sollen es 4.500 bis 16.000 Mitarbeiter an 28 Standorten sein. Durch die Warnstreiks soll Druck auf die Tarifverhandlungen ausgeübt werden, die am Mittwoch in Hamburg stattfinden. Verdi will eine Einmalzahlung von 1.200 Euro für 2011 und fünf Prozent mehr Gehalt rückwirkend zum 1. Januar 2012 durchsetzen. „Es liegt in der Verantwortung des Vorstandes der DAK Gesundheit, wohin die Reise geht, denn die jetzt geplanten Warnstreiks sind sonst nur die erste Stufe der Auseinandersetzung“, warnt Verdi-Verhandlungsführer Hardy Liebrich. Hintergrund der Tarifauseinandersetzung sind laut Gewerkschaft die Kündigungen aller geltender Tarifverträge seitens der DAK zum 31. Dezember 2011.„Schon seit Anfang 2011 warten die Beschäftigten auf eine Gehaltserhöhung. Wertschätzung sieht anders aus“, berichtet Liebrich. Aufgrund der noch laufenden Verhandlungen hält die DAK die Warnstreiks für nicht angemessen. (ag)