Warnung vor Keimen in Heringshappen

Fabian Peters

Keimbelastung: Rückrufaktion für Heringshappen gestartet

19.07.2011

Erneut Rückrufaktion wegen Keimbelastung in Heringshappen der Firma LB Fisch in Willstätt. Die Heringshappen in Pflanzenöl enthalten gefährliche Keime, die schwere Infektionen beim Menschen verursachen können, warnen die Gesundheitsbehörden in Baden-Württemberg. Sämtliche Konserven mit einer Haltbarkeit bis zum 22. Juni 2011 können im Supermarkt zurückzugeben werden, so die aktuelle Mitteilung der Firma LB Fisch.

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Nachdem bereits im vergangenen Jahr erhöhte Keimbelastungen bei den „Heringshappen in Pflanzenöl“ nachgewiesen wurden, hat das Unternehmen nun erneut für die gleiche Produktreihe eine Rückrufaktion wegen sogenannter Listerien gestartet. Die Bakterien können erhebliche gesundheitliche Beschwerden bis hin zu lebensgefährlichen Blutvergiftungen (Sepsen) oder Hirnhautentzündungen auslösen, warnen Gesundheitsbehörden.

Heringshappen enthalten gefährliche Keime
Wegen der Listerien-Belastung werden die „Heringshappen in Pflanzenöl 250 Gramm“, „Heringshappen in Pflanzenöl mit Gartenkräutern 245 Gramm“, „Heringshappen in Pflanzenöl mit Rauch 250 Gramm“, „Heringshappen in Pflanzenöl mit Rote-Bete 250 g“ und „Heringshappen in Pflanzenöl mit Gewürzen 250 Gramm“ der Firma LB Fisch mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 22. Juni 2011 zurückgerufen. Verbraucher sind aufgefordert, die entsprechenden Produkte nicht zu verzehren, sondern stattdessen gegen Erstattung des Kaufpreises im Supermarkt zurückzugeben, um mögliche gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Die in geringeren Konzentrationen zum Beispiel auch in Rohmilchkäse enthaltenen Bakterien, sind vor allem für Personen mit geschwächtem Immunsystem und für Schwangere ein nicht zu unterschätzendes gesundheitliches Risiko. Betroffen sind ausdrücklich nur Produkte mit dem angebenen Mindesthaltbarkeitsdatum.

Keime können die Infektionskrankheit Listeriose auslösen
Die durch Listerien ausgelöste Infektionskrankheit Listeriose verläuft in den meisten Fällen relativ harmlos mit unspezifischen Symptomen wie Bauchschmerzen, Fieber und Durchfall. Bei Personen mit geschwächter Immunabwehr wie zum Beispiel Aids-Patienten oder Diabetikern droht jedoch ein deutlich schwerer Krankheitsverlauf, bei dem schlimmstenfalls auch lebensbedrohliche Folgen wie Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen auftreten können. Bei Frauen in der Schwangerschaft sind die Listerien in erster Linie für das ungeborene Kind bedrohlich, da Frühgeburten und Fehlgeburten sowie schwere Schädigungen des Fötus durch die Bakterien verursacht werden können. Daher sollten die gefährdeten Personen generell auf möglicherweise Listerien-haltige Lebensmittel verzichten. (fp)

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Bildnachweis: Susanne beeck / pixelio.de