Warnungen zu Arzneimittelrisiken gestiegen

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Warnungen und zu Arzneimittelrisiken im Jahr 2009 gestiegen

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) erhielt im letzten Jahr 2009 etwa 7400 Mitteilungen über unterschiedliche Risiken von Arzneimitteln (Arzneimittelrisiken). Somit stiegen die Meldungen zu Arzneimittel-Risiken im Vergleich zum Jahr 2008 um rund 11,0 Prozent. 7400 Meldungen sind ein neuer Höchstand. Seit 1994 gab es nicht mehr derart viele Mitteilungen über Arzneimittelrisiken.

Der Begriff "Arzneimittelrisiko" wird immer dann verwendet, wenn es neue Erkenntnisse darüber gibt, ob ein Medikament beispielsweise die Sicherheit der Patienten gefährdet oder eine Unbedenklichkeit nicht mehr garantiert werden kann. Jedoch werden nicht nur unerwünschte (Neben-) Wirkungen und Fehlgebrauch von Arzneimitteln angezeigt, sondern ebenso auch pharmazeutische Qualitätsmängel, wie Verpackungsfehler.

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Den größten Anteil der Mitteilungen zu Arzneimittelrisiken umfassten 2009 sog. Verpackungsfehler. Etwa ein Drittel der Meldungen waren schlechte Verpackungen. Etwa 30 Prozent waren jedoch auch Beanstandungen zu "Unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) und Missbrauchsmeldungen". Grundsätzlich tragen diese Meldungen dazu bei, die Qualität der Medikamente zu verbessern.

Laut der Bundesvereinigung der Deutscher Apothekenverbände umfassen die Arzneimittelrisiken folgende Indikatoren: Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Resistenzbildung, Missbrauch, Fehlgebrauch, Gewöhnung, Abhängigkeit, Mängel der Qualität, auch technischer Art, Mängel der Behältnisse und äußeren Umhüllungen, Mängel der Kennzeichnung und der Fach- und Gebrauchsinformationen, Arzneimittelfälschungen, Nicht ausreichende Wartezeit bei Tierarzneimittel und potenzielle Umweltrisiken aufgrund der Anwendung eines Tierarzneimittels. (sb, 29.01.2010)