Was bringen Fitness-Tracker wirklich?

Was bringt das Tracken? Bild: Maridav - fotolia
Alfred Domke
Wettbewerb mit Anderen: Fitness-Tracker bringen offenbar Motivation
Heutzutage nutzen viele Menschen beim Sport technische oder elektronische Hilfsmittel wie etwa Fitness-Tracker. Vor allem Jogger sieht man oft mit den trendigen Geräten am Handgelenk laufen. Doch was bringen die Fitnessbänder eigentlich?
Viele Fitness-Tracker schneiden schlecht ab
Hersteller von Fitness-Armbändern versprechen ihren Kunden meist Unterstützung für das optimale Training. Die kleinen Geräte zeichnen unter anderem Strecken, Zeiten, Kalorienverbrauch und Ruhephasen auf. Erst vor kurzem zeigte sich jedoch, dass viele Fitness-Tracker im Test meistens schlecht abschneiden. Manchen Experten zufolge sind solche Geräte nicht besonders sinnvoll. Denn Smartphones machen Fitnessbänder überflüssig, weil über die verschiedenen Anwendungen ohnehin zahlreiche Daten gespeichert werden können.

Was bringt das Tracken? Bild: Maridav - fotolia
Was bringt das Tracken? Bild: Maridav – fotolia

Kein allgemeiner Nutzen belegt
Trotzdem liegen die Geräte im Trend. Die Nutzer messen unter anderem Distanz und Dauer und ermöglichen so einen Vergleich mit anderen. Wie Urs-Vito Albrecht, stellvertretender Direktor des Instituts für Medizinische Informatik der Technischen Universität Braunschweig in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa erklärte, ist bisher kein allgemeiner Nutzen der Geräte belegt. „Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Fitness-Tracker keinen individuellen Nutzen haben. Tracker und die zugehörigen Apps können den Einzelnen motivieren, zum Beispiel durch den Wettbewerb mit Anderen.“

Nicht gegen „die Maschine“ trainieren
Den schnellsten Fortschritt erzielen Sport-Einsteiger und der lässt sich auch gut tracken. „Allerdings laufen Anfänger auch schnell Gefahr, sich zu überfordern.“ Dem Experten zufolge sollten sie daher nicht gegen „die Maschine“ trainieren, sondern auf die Warnsignale des Körpers hören. Für die Erfahrenen gilt: „Hobby-Sportler, die gern ihre Leistung im Verlauf beobachten möchten, ohne dass sie eine hohe Messgenauigkeit erwarten, haben sicherlich ihre Freude an den verfügbaren Geräten“, so Albrecht. „Für Leistungssportler wird die Genauigkeit eher nicht ausreichen.“ Laut der dpa zeigte eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom unter 1.236 Bundesbürgern ab 14 Jahren, dass derzeit knapp ein Drittel (31 Prozent) der Menschen in Deutschland Fitness-Tracker nutzt. (ad)

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