Wasserstoffperoxid in Landliebe-Pudding

Fabian Peters

Rückrufaktion wegen Wasserstoffperoxid in Landliebe-Pudding

18.02.2011

Hersteller startet Rückrufaktion wegen Wasserstoffperoxid in „Landliebe“-Pudding. Die Molkerei Friesland Campina warnt die Verbraucher vor dem Konsum verschiedener Grieß- und Sahnepuddings.

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Wegen möglicher Rückstände von Wasserstoffperoxid in mehreren „Landliebe“- Puddings, hat der Hersteller, die Molkerei Friesland Campina, eine Rückrufaktion gestartet. Die überhöhte Dosierungen von Wasserstoffperoxid sei durch die technische Störung bei einer Abfüllmaschine in die Produkte gelangt, so die Mitteilung der Molkerei in Heilbronn. Wasserstoffperoxid könne die Schleimhäute reizen und Übelkeit auslösen, weshalb den Verbrauchern vom Verzehr abgeraten wird, warnte der Hersteller.

Von der Rückrufaktion betroffene „Landliebe“-Puddings
Von der Wasserstoffperoxid-Belastung betroffen sind nach Angaben der Molkerei die 125-Gramm- und 150-Gramm-Becher des „Landliebe Grießpudding“ mit Mindesthaltbarkeitsdaten vom 27. Februar 2011 bis einschließlich 11. März 2011. Auch der „Landliebe Sahnepudding Vanille und Schoko“ im 150-Gramm-Becher mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 23. Februar 2011 oder zwischen dem 02. März 2011 und dem 06. März 2011 sind von der Rückrufaktion betroffen. Die Verbraucher werden gebeten, die betroffenen Produkte, welche über zahlreiche Supermärkte in ganz Deutschland vertriebenen wurden, nicht zu verzehren. Kunden können die Becherdeckel in einem Umschlag bei der Friesland Campina Germany GmbH, Wimpfener Straße 125, 74078 Heilbronn einsenden und sich den Kaufpreis erstatten lassen, so die Mitteilung des Unternehmens. Bei weiterem Informationsbedarf können sich die Kunden auch unter der Telefonnummer 07131/489-160 an den Verbraucherservice der Molkerei Friesland Campina wenden.

Wasserstoffperoxid-Einsatz in der Lebensmittelindustrie
Wasserstoffperoxid wirkt antiseptisch und wird in der Lebensmittelindustrie als 35-prozentige Wasserstoffperoxid-Lösung bei Abfüllanlagen zur Sterilisation von Bechern, PET-Flaschen, Kunststoffbehältern sowie den typischen mehrschichtigen Kartonverpackungen genutzt. Dabei kam es nach Angaben der Molkerei Friesland Campina an einer Abfüllmaschine in ihrem Betrieb aufgrund einer technischen Störung vereinzelt zu erhöhten Dosierungen des Desinfektionsmittels. Da das häufig auch als Bleichmittel (Textilien) oder Ätzmittel (Mikroelektronik) eingesetzte Wasserstoffperoxid in höherer Dosierung Reizungen der Schleimhäute und Übelkeit auslösen kann, wobei besonders Kinder häufiger empfindlich auf die Chemikalie reagieren, hat die Molkerei umgehend reagiert und die möglicherweise betroffenen Produkte zurückgerufen. (fp)

Bild: Siepmann H. / pixelio.de