Wechseljahre: Mutterkraut lindert Beschwerden

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Mutterkraut hilft: Chinesische Medizin hilft Schlacke auszuleiten

Wechseljahre gestalten sich von Frau zu Frau ganz verschieden. Die einen plagen sich mit Schweißausbrüchen, Schlafstörungen und Schwindelanfällen, andere klagen über Migräne, Ekzeme, Herzklopfen und Depressionen. Auch Tinnitus oder Blutdruckschwankungen kommen vor. Unter Hitzewallungen leiden meist alle Frauen in dieser schwierigen Zeit. Hormone, früher das Allheilmittel, stehen heute in Verruf. Laut Chinesischer Medizin sind sie zudem völlig unnötig, denn Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern ein ganz natürlicher Prozess, mit einem sinnvollem Ziel: die Östrogenproduktion herunterzufahren und damit das Brustkrebsrisiko zu senken.

Bis Eierstöcke in den Wechseljahren ihre Funktion verlieren, haben sie Schwerstarbeit geleistet: 40 Jahre lang einen Eisprung nach dem anderen sind dann genug. „Wenn keine Eifollikel mehr reifen, kommt das hormonelle Zusammenspiel zwischen Unterleib und Hirnanhangdrüse zum Erliegen“, erklärt Dr. Christian Schmincke, TCM-Experte und Leiter der Klinik am Steigerwald, was im Körper der Frau passiert. „Der Östrogenspiegel sinkt. Am Anfang versucht die Hirnanhangdrüse durch Ausschüttung von Hormonen die Östrogenproduktion wieder anzuregen. In den Eierstöcken gelingt ihr das immer weniger, aber andere Gewebe wie das Fettgewebe, beginnen mit der Produktion weiblicher Hormone.“ So ganz ohne Östrogene würde der Körper der Frau nämlich nicht mehr weiblich aussehen. Aber in Summe betrachtet, sinkt der Östrogenspiegel. Dies ist sinnvoll, da Östrogene eine starke zellvermehrende Wirkung haben und sich so das Brustkrebsrisiko auf naürliche Weise reduziert.

Aus Sicht der chinesischen Medizin verursacht jedoch nicht dieses hormonelle Wirrwarr, sondern das Ausbleiben der Regel als wichtiger Reinigungsprozess die Wechseljahresbeschwerden. Erfahrene TCM-Experten stehen Hormonersatztherapien, egal ob mit herkömmlichen oder pflanzlichen Medikamenten durchgeführt, daher kritisch gegenüber. „Sie sind sowohl nebenwirkungsreich und bringen häufig nicht den gewünschten Nutzen“, verdeutlicht Dr. Schmincke. Der weibliche Zyklus ist dadurch geprägt, dass er Gewebe aufbaut und wenn keine Schwangerschaft eintritt, Substanzen wieder abbaut. „Während der Wechseljahre läuft das Aufbaugeschehen erst noch weiter, während die Ausleitung versiegt. Damit sammeln sich Schlacken an und Blut staut sich.“

Das therapeutische Konzept der Chinesischen Medizin hat daher zum Ziel, den Säfte- und Blutstau aufzulösen und Schlacke auszuleiten. Dies gelingt hauptsächlich durch chinesische Arzneitherapie. Eine Rezeptur besteht aus chinesischen Rohdrogen, die Patienten als Abkochung über den Tag zu sich nehmen. Häufiger Bestandteil bei Wechseljahresbeschwerden ist Chinesisches Mutterkraut, das die Blut- und Säftezirkulation anregt. „Die Rezepturen helfen nicht nur gegen die leichten Symptome, sondern auch gegen klimakterische Ekzeme, Herzrasen, Depressionen oder Schlafstörungen“, meint Dr. Schmincke. Vielen Frauen bringt schon der weitestgehende Verzichtauf Süßigkeiten, Milchprodukte und Fleisch Erleichterung. Auch Abendfasten, tägliche Bewegung in der freien Natur oder regelmäßiges Blutspenden tut manchen Frauen gut. (pm)

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