Weidenhof Vorzugsmilch startet Rückruf! Keime gefunden!

Fabian Peters
Rückruf wegen Bakterien in Weidenhof Vorzugsmilch
Aufgrund des Nachweises von bakteriellen Verunreinigungen hat die Weidenhof OHG in Wächtersbach die Auslieferung der Vorzugsmilch gestoppt und eine Rückrufaktion für die bereits ausgelieferte Ware gestartet. Die Milch wurde in zahlreichen Landkreisen Hessens sowie in der Stadt und dem Landkreis Aschaffenburg in Bayern vertrieben.

Bei Kontrollen wurden Bakterien der Gattung Campylobacter jejuni in der Vorzugsmilch nachgewiesen, berichtet die Weidenhof OHG im hessischen Wächtersbach. Bei Menschen können die Bakterien Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber, Übelkeit und Erbrechen bedingen. Nach Bekanntwerden des Befundes sei die Auslieferung der Vorzugsmilch unverzüglich gestoppt und die bereits ausgelieferte Milch von den Kunden zurückgerufen worden. Zudem wurden laut Mitteilung des Herstellers „alle Privatkunden telefonisch über die Belastung der Milch informiert.“

Vorzugsmilch gilt als besonders gesunde Milchvariante, doch Bakterien in der Weidenhof Vorzugsmilch können einen Gesundheitsrisiko darstellen. (Bild: rdnzl/fotolia.com(
Vorzugsmilch gilt als besonders gesunde Milchvariante, doch die Bakterien in der Weidenhof Vorzugsmilch können einen Gesundheitsrisiko darstellen. (Bild: rdnzl/fotolia.com(

Bei Durchfall nach dem Verzehr der Vorzugsmilch einen Arzt aufsuchen
Um gesundheitliche Risiken für die Verbraucherinnen und Verbraucher zu vermeiden wurden in den betroffenen Verkaufsstellen des Einzelhandels Kundeninformationen mit dem Hinweis auf den Rückruf der Vorzugsmilch angebracht. Zudem weist Weidenhof in Abstimmung mit den zuständigen Behörden darauf hin, dass alle Personen, die in der Zeit von Mittwoch dem 1. Juli, bis Donnerstag den 16. Juli die Vorzugsmilch verzehrt haben und anschließend an Durchfall erkrankt sind, vorsorglich einen Arzt kontaktieren sollten.

Vertrieben wurde die Vorzugsmilch von Weidenhof einerseits direkt an die Endverbraucher sowie anderseits über Einzelhandelsgeschäfte in den hessischen Landkreisen Main-Kinzig-Kreis, Frankfurt, Darmstadt, Offenbach, Landkreis Offenbach, Landkreis Groß-Gerau, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Wetteraukreis und dem Vogelsbergkreis. Zudem ging ein Teil der Ware nach Bayern in die Stadt und den Landkreis Aschaffenburg.

Den Angaben des Bundesverbandes der Vorzugsmilcherzeuger und Direktvermarkter von Milch und Milchprodukten zufolge ist Vorzugsmilch „unbehandelte, also rohe Milch, die nur durch staatlich zugelassene und kontrollierte Vorzugsmilchbetriebe hergestellt werden darf.“ Sie unterliege besonders hohen Anforderungen, weil sie als Rohmilch direkt in den Handel gegeben werde. (fp)

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