Welt-Parkinson-Tag: Früherkennung verbessern

Heilpraxisnet

Am kommenden Sonntag ist Weltparkinson-Tag 2010. Damit soll auf die Situation von Parkinson Kranken hingewiesen werden. Noch immer sind Diagnose und Behandlung dieser Erkrankung in den Kinderschuhen.

Welt weit sollen rund vier Millionen von der Parkinson- Krankheit betroffen sein. In Deutschland sind es etwa 250 000 Menschen, bei denen Nervenzellen im Mittelhirn absterben, die als Botenstoff Dopamin benutzen und Strukturen im Großhirn durch die Krankheit nicht mehr richtig aktivieren. Die Folge sind Symptome wie Haltungsinstabilitäten, Muskelzittern (Tremor), Muskelstarre (Rigor) und verlangsamte Bewegungsabläufe (Bradykinese). Auch depressive Verstimmungen, Riech- und Schlafstörungen können Hinweise sein. Wenn erste Symptome des Morbus Parkinson auftauchen, sind meist schon über die Hälfte der dopaminproduzierenden Zellen in der sogenannten Substantia nigra im Zwischenhirn abgestorben. Deswegen ist eine Früherkennung unerlässlich.

Wird eine Parkinson- Krankheit diagnostiziert, so besteht die medikamentöse Therapie meist in der Gabe von Dopamin in Form von L- Dopa. Die Dosis muss im Verlauf der Erkrankung stets angepasst werden. Mittlerweile gibt es auch Methoden der tiefen Hirnstaimulation durch eingesetzte Elektroden. Naturheilkundliche Therapien können begleitend erfolgen, sollten aber ausschliesslich in Ansprache mit den behandelnden Medizinern durchgeführt werden.

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Der 11 April ist der Geburtstag des englischen Arztes, Apothekers und Paläontologens James Parkinson (1755- 1824). Er hatte die Erkrankung 1817 als Erster in „An Essay on the Shaking Palsy (Eine Abhandlung über die Schüttellähmung“ erwähnt. Wegen des Muskelzitterns der Betroffenen nannte Parkinson die Krankheit Schüttellähmung- „Shaking Palsy“ oder „Paralysis agitans“. Erst später wurde die Erkrankung nach ihm benannt. Forscher der Universität Tübingen sind z.Zt dabei eine etwas größer angelegte Studie in Kooperation durchzuführen, um weitere Informationen über die Früherkennung zu sammeln und mögliche Therapie- Ansätze zu entwickeln. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 10.04.2010)