Welt- Krebstag: Leberzellkrebs vorbeugen

Heilpraxisnet

Welt- Krebstag: Leberzellkrebs durch regelmäßige Leberwertkontrollen vorbeugen


27.01.2014

Anlässlich des Welt-Krebstags am 04. Februar, mahnt die Deutsche Leberstiftung zur regelmäßigen Kontrolle der Leberwerte. Jährlich sterben in Deutschland rund 50.000 Menschen an den Folgen einer Leberzirrhose und etwa 8.000 an Leberzellkrebs. Durch rechtzeitiges Erkennen kann eine ernsthafte Schädigung vermieden werden. Gerade bei den Leberentzündungen (Hepatitis) gibt es mittlerweile erfolgversprechende Therapien. Wobei hier zwischen der akuten und der chronischen Form unterschieden werden muss.

Von einer chronischen Hepatitis spricht man, wenn die Entzündung länger als sechs Monate andauert. Häufig sind Viren, speziell Hepatitis-Viren A, B und C der Grund für eine Entzündung. In letzter Zeit wird vermehrt eine Leberverfettung, gepaart mit einer Stoffwechselerkrankung und Diabetes als Auslöser dieser Erkrankung festgestellt.

Leber schmerzt selten
Das tückische daran ist, dass die Leber selten schmerzt wenn sie erkrankt ist und eine vollständige Heilung erschwert wird, wenn keine rechtzeitige Behandlung erfolgt. Aus einer Hepatitis-Virusinfektion kann zum Beispiel eine Leberzirrhose entstehen, die dann wiederum zu Leberzellkrebs führen kann, so eine Pressemitteilung des Instituts. Doch wer seine Leberwerte regelmäßig beim Hausarzt testen lässt, kann früh erkennen, ob die Werte erhöht sind und eventuell eine Lebererkrankung vorliegt. Symptome wie die Gelbfärbung von Haut und Augen (Ikterus), starke Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen und große Müdigkeit treten meist nur bei besonders schweren Fällen auf und nur ein Bruchteil der Erkrankten sucht deswegen einen Arzt auf.

“Wenn regelmäßig Leberwerte getestet und Lebererkrankungen, die zum Leberzellkrebs führen könnten, rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt werden, muss es nicht bis zum Leberzellkrebs kommen”, sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Seit Jahren ist ein Anstieg von Leberzellkrebs in Deutschland zu beobachten. Giftstoffe wie Alkohol und Medikamente können die Leber so stark belasten, dass sie sich entzündet und unbehandelt zum Zellkrebs führt.

Die alkoholische Leberzirrhose sowie die Fettleberzirrhose sind mehr und mehr an der Entstehung beteiligt. Das ist auch eine Folge der steigenden Zahlen von Jugendlichen mit Übergewicht Insgesamt lassen sich ein ungesunder Lebensstil, falsche Ernährung und zu wenig Bewegung als Gründe für Lebererkrankungen bei Jugendlichen feststellen. Für die nächsten Jahre wird eine Anstieg von Leberzirrhosen und Leberzellkrebs erwartet, weil sich viele Patienten vor 1990 mit einer Hepatitis B oder C angesteckt haben, die bislang nicht erkannt und daher nicht behandelt wurde. Bei der chronischen Leberentzündung kann sich, wenn sie nicht behandelt wird, innerhalb von 20 bis 30 Jahren eine Leberzirrhose entwickeln. Die Deutsche Leberstiftung bietet Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen an. Interessierte können auf der Internetweite genaueres in Erfahrung bringen. (fr)

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