Weltvegantag: Vegan ist gesund

Heilpraxisnet

Heute ist der Weltvegantag

01.11.2013

In Deutschland gibt es nach Schätzungen des Vegetarier Bundes (VGE) etwa 800.000 Menschen, die sich Vegan ernähren. Immer mehr Supermärkte bieten ihren Kunden vegane Lebensmittel an und auch vegane Restaurant und Kochbücher haben Hochkonjunktur.Vegan zu leben bedeutet, sich bewusst für ein Leben ohne den Konsum von tierischen Produkten zu entscheiden.

Aber nicht nur der Verzicht von Fleisch, Eiern, Fisch und Milchprodukten kennzeichnet einen vegane Lebensweise. Auch alle Produkte, in denen tierische Inhaltsstoffe enthalten sind werden bewusst gemieden. Dazu zählen eben auch Federbetten, Kosmetik oder Lederhandschuhe. Einfach alles was mit der Ausbeutung von Tieren zusammenhängt.

Die Gründe für diese Lebensweise sind von Person zu Person verschieden. Zentrale Motive für diese Ernährungsform kommen in der Regel aus der Tier- und Umweltethik. Dabei fällt es auch nicht unbedingt schwer, sich mit dieser Lebensweise ernsthaft auseinander zu setzten. In Zeiten erschreckender Bildern aus der Massentierhaltung und Berichten über die Ausbeutung von Arbeitskräften aus den osteuropäischen Ländern innerhalb der Fleischindustrie oder Fleischskandalen kann einem schon der Appetit vergehen.

Veganer können jedes Jahr am 1. November, am Weltvegantag, auf die Vorteile und ihre Motivation zu einer veganen Lebensweise aufmerksam zu machen und Missstände erhalten so Einzug in das Bewusstsein anderer.


Wichtig sind essentielle Nährstoffe
Wer sich für dieses Leben entscheidet muss auf jeden Fall darauf achten, dass der Ernährungsplan abwechslungsreich gestaltet ist. Mangelerscheinungen können bei einer zu einseitigen Ernährung schon auftreten. Im Falle einer veganen Ernährung ist es eben schwieriger alle essenziellen Nährstoffe zu bekommen.Doch anders als im Mittelalter stehen den Menschen heute weitaus mehr Möglichkeiten zu Verfügung sich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen zu können. Denn die Annahme, dass nur wer alles ist sich gesund ernährt und keine Mangelerscheinung aufweist, konnte bereits widerlegt werden.

„Veganer brauchen ein gutes Ernährungswissen“, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.Je nach Ausprägung der Ernährungsweise nehmen sie nicht genug längerkettige Fettsäuren zu sich, die hauptsächlich Fisch dem Körper zuführt. Auch an Vitamin D oder Jod kann es mangeln, denn in größeren Mengen ist dieses Vitamin ausschließlich in tierischen Produkten enthalten. Dennoch gibt es Möglichkeiten, das zu kompensieren.

Fleischkonsum = Wohlstand?
Fleisch gilt im allgemeinen als ein hochwertiges Nahrungsmittel, das mit Wohlstand in Verbindung gebracht wird. Es gibt jedoch auch gesundheitliche Aspekte, die für eine vegane Ernährung sprechen, erklärt der Arzt Dr. Ernst Walter Heinrich. Er lässt nicht außer Acht, dass Vitamin B12 von vegan lebenden Menschen extra zugeführt werden sollte. Er vertritt auch die Meinung ,dass vegane Ernährung von Kindern nicht nur bedenkenlos ist, sondern sogar notwendig. Verschiedenen wissenschaftlichen Studien zufolge sind Fleisch, Fisch, Eier sowie Milch und Milchprodukte höchst gesundheitsschädliche Nahrungsmittel. Trotz alle gewonnener Erkenntnisse sehen viele Menschen nur den Aspekt der Enthaltung in dieser Lebensweise.

Allein in Deutschland ist die Produktion der Schlachtmenge von 1997 bis 2011 um fast 67 Prozent gesteigert worden, schaut man sich entsprechende Erhebungen des Statistischen Bundesamt etwas genauer an. Egal aus welchen Motiven man sich für eine veganes Leben entscheidet, fest steht, dass man gut informiert sein sollte und bereit ist sich mit den Problematiken auseinander zu setzten. Vegane Rezepte lassen sich beispielsweise hier finden. (fr)

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Bild: twinlili / pixelio.de