Weltvegetariertag: Viele Promis essen vegetarisch

Fabian Peters

Weltvegetariertag: Gesundheitliche Vorteile des Fleischverzichts

01.10.2012

Viel gute Gründe sprechen für einen Verzicht auf Fleisch. Der heutige Weltvegetariertag ist ein guter Anlass, um sich diese noch einmal vor Augen zu führen und zu prüfen, ob der eigene Fleischkonsum nicht möglicherweise reduziert beziehungsweise abgestellt werden kann.

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Viele Prominente gehen mit gutem Beispiel voran und leben seit Jahren als Vegetarier. Sicher fällt ein Verzicht auf Fleisch nicht immer leicht, doch die Stars machen vor, wie´s funktioniert. Von Boris Becker, Dustin Hoffman, Richard Gere, Gwyneth Platrow und Avril Lavigne über die Tokio-Hotel Zwillinge Bill und Tom Kaulitz, Alec Baldwin, Pamela Anderson und Brad Pitt, bis hin zu prominenten historischen Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Franz Kafka, Wilhelm Busch oder Leonardo da Vinci reicht die Liste der prominenten Vegetarier. Aus Überzeugung verzichten die Stars auf Fleisch. Ihrer Gesundheit tun sie damit einen erheblichen Gefallen. Denn Vegetarier werden selten dick, haben weniger Probleme mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck und unterliegen einem geringeren Krebs-Risiko. Gute Gründe den heutigen Weltvegetariertag (01. Oktober) zu nutzen, um selber auf Obst und Gemüse umzusteigen.

Gesundheitliche Vorteile der vegetarischen Ernährung
Meist ist mit der Umstellung auf vegetarische Ernährung ein Abbau bestehenden Übergewichts verbunden, der den Organismus insgesamt entlastet. Eine erneute Zunahme droht erst, wenn der Vegetarismus wieder aufgegeben wird. Der von Diäten bekannte Jojo-Effekt ist demnach bei ausschließlicher Ernährung auf Basis vegetarischer Kost nahezu ausgeschlossen. Laut Angaben der Justus-Liebig-Universität Gießen „wird auch von der etablierten Medizin inzwischen erkannt, dass eine vegetarische Ernährung in erheblichem Maße dazu beitragen kann, ernährungsassoziierten Erkrankungen, wie Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2, Atherosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hypertonie, Gicht und verschiedene Krebsarten“ vorzubeugen. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt heute aus gesundheitsprophylaktischen Gründen eine ausgewogene lakto-(ovo-)vegetarische Ernährung ausdrücklich als Dauerkost. Studien des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg und des Bundes-Gesundheitsamtes Berlin haben bestätigt, das Vegetarier – trotz ihrer insgesamt längeren Lebenserwartung – seltener an Krebserkrankungen leiden.

Ethische Bedenken beim Fleischkonsum
Obwohl die gesundheitlichen Vorteil der vegetarischen Ernährung durchaus überzeugen, haben sich viele Vegetarier nicht aufgrund der eigenen Gesundheit zum Verzicht auf Fleisch entschieden, sondern aus ethischen Aspekten. Als Begründer dieses sogenannten ethischen Vegetarismus gilt der Philosoph Pythagoras von Samos. Heute haben viele Menschen vor allem deshalb erhebliche ethische Bedenken beim Fleischkonsum, weil rund 99 Prozent der im Handel befindlichen Fleischprodukte aus nicht artgerechter Tierhaltung stammen. Die Massentierhaltung, mit ihren Skandalen der letzten Jahrzehnte, stößt bei einem Großteil der Bevölkerung auf Ablehnung. Doch den letzten Schritt zum Verzicht auf Fleisch haben bisher erst wenige vollzogen. Doch der Anteil der Vegetarier wächst und immer mehr Menschen versuchen zumindest ihren Fleischkonsum zu reduzieren. Dies ist auch vor dem Hintergrund der weltweit wachsenden Nahrungsmittelknappheit begrüßenswert. Denn für die Produktion jedes Kilogramms Fleisch wird ein vielfaches an pflanzlichen Nährstoffen verbraucht. Mit anderen Worten: Eine Welt voll Vegetarier wäre insgesamt auch deutlich leichter zu ernähren.

Im Internet gibt es viele Rezeptseiten, die sich auf die fleischlose Küche spezialisiert haben. Das Motto der vegetarischen Feinschmecker: „Keine langweiligen Aufläufe, stattdessen hohe vegetarische Kochkunst“. (fp)