Weniger Apotheken aber mehr Apotheker

Sebastian

Weniger Apotheken – Mehr Angestellte

07.05.2014

In Deutschland gibt es immer weniger, dafür aber größere Apotheken. Die Zahl der Angestellten in der Branche nimmt jedoch zu. Mit einer Imagekampagne wollen Apotheker nun hervorheben, welche Vorteile wohnortnahe Apotheken bieten.

Immer mehr Angestellte
In Deutschland haben es Patienten mit immer weniger, dafür aber größeren Apotheken zu tun. Wie aus den neuen Daten der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hervorgeht, sank die Zahl der Apotheken innerhalb eines Jahres 2013 um 259 auf 20.662, teilte die Nachrichtenagentur dpa mit. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Beschäftigten in der Branche jedoch um knapp 2.000 auf rund 150.700. Im Jahr 2004 waren es noch rund 136.800 Angestellte in 21.392 Apotheken gewesen.

Trend zu größeren Apotheken
„Die Zahlen belegen, dass wir einen Trend zu größeren Apotheken haben, die immer mehr Menschen versorgen müssen“, erklärte der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Fritz Becker. Es komme auch künftig darauf an, die Patienten flächendeckend und wohnortnah zu versorgen. „In einer älter werdenden Gesellschaft gibt es immer mehr Menschen, die dauerhaft mehrere Medikamente parallel einnehmen müssen.“ Es brauche dazu gute Beratung. Auf dem zweitägigen DAV-Wirtschaftsforum wird ab dem heutigen Mittwoch die Lage der Branche beleuchtet.

Imagekampagne gestartet
Um ihr Image aufzupolieren, haben rund 5.000 Apotheken vor wenigen Tagen eine bundesweite Kampagne gestartet. Unter dem Motto „Näher am Patienten“ soll anhand von deutschlandweiten Aktionen, Plakaten an Bahnhöfen und eine eigens eingerichtete Webseite betont werden, welche Vorteile eine wohnortnahe Apotheke den Patienten bietet. „Apotheken versorgen ihre Patienten nicht nur flächendeckend und rund um die Uhr mit Medikamenten. Sie bieten auch eine individuelle Beratung zu allen pharmazeutischen Themen an und arbeiten Hand in Hand mit Ärzten für den therapeutischen Erfolg“, so ABDA-Präsident Friedemann Schmidt in einer Mitteilung.

Authentischer Einblick in die tägliche Arbeit
Die Kampagne ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Da sie einen authentischen Einblick in die tägliche Arbeit geben soll, zeigten die Sujets keine Models, sondern reale Apotheker. Die Kampagnen-Materialien sollen zudem die regionale beziehungsweise lokale Identität der einzelnen Apotheken unterstreichen. Daher unterscheiden sich die Plakate je nach Bundesland und Region ein wenig. Plakatiert werden soll an mehr als 1.800 Flächen an Fern- und Regionalbahnhöfen sowie im Stadtgebiet von Berlin. (sb)

Bild: siepmannH, Pixelio.de

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