Weniger Schäden durch Eichenprozessionsspinner

Heilpraxisnet

Dieses Jahr weniger Eichenprozessionsspinner-Befall

12.08.2014

In diesem Jahr haben Eichenprozessionsspinner in Brandenburg weniger Eichenbäume geschädigt als in beiden Vorjahren. Ein Grund dafür wird in der Schädlingsbekämpfung gesehen. Bei Menschen kann der Hautkontakt mit den Brennhaare der Raupen Hautprobleme verursachen.


Weniger Schäden in diesem Jahr
In diesem Jahr haben Eichenprozessionsspinner einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa zufolge weniger Eichenbäume in Brandenburg geschädigt als in beiden Vorjahren. Laut der Waldschutzinformation des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde (LFE) waren Ende Juli 4.100 Hektar Eichenwald betroffen. Im Vorjahr seien es im gleichen Zeitraum noch rund 5.000 Hektar gewesen und 2012 sogar 5.800. Die Schädlingsbekämpfung wird als ein Grund für den Rückgang genannt. Auf 1.360 Hektar Wald sei der Eichenprozessionsspinner in der laufenden Saison bekämpft worden.

Naturschützer kritisieren das Sprühen von Gift
Allerdings kritisieren Naturschützer das Sprühen von Gift. Durch den massiven Einsatz von Insektiziden würden ihrer Meinung nach auch andere Schmetterlingsarten bedroht. Die Oberförsterei Gadow in der Prignitz beklagt andererseits, dass wegen Auflagen von Bundesbehörden in Naturschutzgebieten nicht gespritzt werden durfte. Deshalb hätte sich der Eichenprozessionsspinner ungehindert vermehren können. Mit rund 1.430 Hektar meldete die Oberförsterei Neuendorf, die den Landkreis Oberhavel betreut, den höchsten Gesamtwert an Befall von Eichenprozessionsspinnern und weiteren Insekten, gibt aber dennoch Entwarnung: Auf die Waldgröße von 76.000 Hektar bezogen, die die Oberförsterei betreut, sei das ein akzeptabler Wert. „Die Nester des Eichenprozessionsspinners sind in diesem Jahr viel kleiner“, so Leiter Frank-Michael Hintze.

Allergische Reaktionen bei Hautkontakt
Bereits seit 2002 breitet sich der Eichenprozessionsspinner massiv in Brandenburg aus und verursacht Fraßschäden an Bäumen. Bei Menschen können die Brennhaare der Raupen, die sich zu Schmetterlingen entwickeln, bei Hautkontakt allergische Reaktionen hervorrufen. So entsteht meist relativ zeitnah ein stark Juckender Hautausschlag, die sogenannte Raupendermatitis. Dabei führt das Nesselgift zu den typischen Nesselfieber-Symptomen mit Bildung roter Quaddeln an der Stelle des Hautkontakts. In einer älteren Infobroschüre des LFE heißt es: „Die Empfindlichkeit und Reaktionsintensität der betroffenen Personen nimmt mit der Anzahl der Einzelkontakte zu.“ Laut Aussagen der Experten des LFE drohen zudem auch „allgemeine Beschwerden wie Fieber oder Schwindel.“ (ad)

Bild: Albrecht E. Arnold / pixelio.de