Wenn das Müdigkeitssyndrom den Körper krank macht

Heilpraxisnet

Wenn Müdigkeit den Körper krank macht: Neue Behandlungschancen dank Traditioneller Chinesischer Medizin

21.09.2011

Andauernde Erschöpfung auch ohne besondere Anstrengung – Patienten mit chronischem Müdigkeitssyndrom schwächt oftmals das Duschen am Morgen bereits so sehr, dass sie den Rest des Tages nur noch schlafen. Häufig prägen Schwächeanfälle die Tagesabläufe der Betroffenen, auch berichten einige von Begleitsymptomen wie Herzrasen, Schweißausbrüche oder Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Statt auf der Basis einzelner Symptome anzusetzen geht die chinesische Medizin den Ursachen ganzheitlich auf den Grund und zeigt Betroffenen Wege zur nachhaltigen Besserung ihrer Lebensqualität.

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TCM-Experten sehen das „Mitteorgan“ des Körpers, den Bauch, als Ausgangszentrum für die andauernde Erschöpfung. „Der Bauch verarbeitet aus Sicht chinesischer Medizin neben Nahrung auch Gefühle und soziale Herausforderungen. Bei Patienten mit chronischem Müdigkeitssyndrom ist er in seiner Sortierfunktion überfordert“, erklärt Dr. Christian Schmincke, TCM-Experte und Leiter der Klinik am Steigerwald. Um weiteren Störungen im Körper auf den Grund zu gehen und herauszufinden, wo genau der Energiefluss ins Stocken gerät, registrieren Ärzte in ausführlichen Gesprächen auch noch so kleine, vielfach unbewusste Signale der Patienten wie Sprache, Körperhaltung und Mimik. „Kombiniert mit Ergebnissen westlicher Diagnostik aus EKG oder Laboruntersuchungen sowie chinesischen Methoden der Puls- und Zungendiagnostik lassen sich dann individuelle Behandlungspläne ableiten“, ergänzt Dr. Schmincke. Die Kombination von inneren Verfahren und äußeren Therapien beeinflusst die Harmonie-Störung im Körper der Betroffenen gezielt positiv und zeigt ihnen Wege für einen dauerhaft verbesserten Energiefluss auf. Als wichtige Säule gilt die chinesische Arzneitherapie.

Individuell zusammengestellte Kräuter unterstützen den Behandlungserfolg, indem Patienten mit chronischem Müdigkeitssyndrom über den Tag verteilt einen daraus abgekochten Sud zu sich nehmen. Ärzte überwachen deren Wirkung und passen die Rezeptur während der Behandlung individuell an. Unterstützend hilft Akupunktur bei der Stimulation von körpereigenen Energiebahnen. Weitere äußere Therapien wie Qi Gong und Tunia-Massagen stärken den Organismus zusätzlich. Ergänzend unterstützt eine vegetarische Ernährung die Genesung. Die Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin führen dann automatisch zur Umstellung des Lebensstils bei Patienten, denn sie vermitteln den Betroffenen neue Sichtweisen und zeigen Wege zur nachhaltigen Besserung des Erschöpfungsgefühls. Gemäß einer aktuellen Studie der Klinik am Steigerwald profitieren mehr als 70 Prozent der Patienten mit Müdigkeit und Erschöpfungszuständen auch noch zwei Jahre nach ihrer Entlassung aus der Klinik von einer stationären Behandlung mit chinesischer Medizin. (pm)