Wenn der Lunge die Luft ausgeht

Heilpraxisnet

Wenn der Lunge die Luft ausgeht: Radonthermalstollen bewährter Therapieort für Asthmatiker

18.04.2012

Luftnot, Husten, pfeifende Atemgeräusche oder Engegefühl in der Brust gelten als typische Symptome bei Asthma. Oft leidet die Lebensqualität und leben Betroffene in ständiger Angst vor der nächsten Attacke. Übliche Behandlungen erfolgen meist medikamentös, um Beschwerden zu lindern und Anfälle zu kontrollieren. Viele Asthmatiker trauen sich ohne ihr Spray gar nicht aus dem Haus und nehmen oft nicht unbeträchtliche Nebenwirkungen in Kauf, um wieder frei atmen zu können. Es gibt jedoch eine natürliche Alternative, von der viele gar nicht wissen. Eine Radonwärmetherapie reduziert den Medikamentenverbrauch und die Anfallshäufigkeit Erfahrungen zufolge meist deutlich und lang anhaltend.

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„Stollentherapien gelten seit etwa 100 Jahren als bewährte Behandlungsmethode bei Asthma“, berichtet Dr. Bertram Hölzl, Radon-Experte und ärztlicher Leiter des Gasteiner Heilstollen. „Im Radonthermalstollen profitieren Patienten jedoch darüber hinaus von den positiven Reaktionen durch die Aufnahme von Radon.“ Denn dieses in der Erdrinde vorhandene Edelgas wirkt nachweislich immunstabilisierend sowie entzündungshemmend und spricht damit die Ebenen an, die Mediziner als Ursachen für die chronische Atemwegserkrankung ansehen. In Kombination mit dem im Radonthermalstollen vorherrschenden Klima aus hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 37,5 Grad verstärkt sich die Wirkung des Radons noch. Experten sprechen diesem sogenannten Hyperthermie-Effekt, der im Körper eine Art gewünschtes therapeutisches Fieber auslöst, zudem eine für Betroffene wichtige, krampflösende Wirkung zu. Daneben beruhigt die zu 70 bis 100 Prozent mit Feuchtigkeit gesättigte Luft die Bronchialschleimhaut. Die für Stollen typische, besonders reine Atemluft – frei von Staub, Pollen und Allergenen – trägt zusätzlich zur Erholung der Atemwege bei. „Patienten berichten nach einer Radonwärmetherapie über eine nachhaltige Besserung der Symptomatik sowie deutlich geringeren Cortisonbedarf,“ weiß Dr. Hölzl. „Anfälle und Infekte treten wesentlich seltener auf.“ (pm)