Wer krank ist, bleibt daheim: Chef muss im Krankheitsfall Vorbild sein

Alfred Domke
Erkältungen und Co: Chef muss auch im Krankheitsfall Vorbild sein
Herbstzeit ist Erkältungszeit. Wird es draußen kalt und trübe, gehören laufende Nasen und hustende Kollegen wieder zum ganz normalen Alltag. Leider muss man sagen, denn Mitarbeiter, die krank bei der Arbeit erscheinen, riskieren nicht nur ihre eigene Gesundheit. Arbeitgeber stehen hier besonders in der Verantwortung.

Manche Mitarbeiter schleppen sich trotz Krankheit zur Arbeit
Husten, Kopfschmerzen, Fieber: Vor allem in der kalten Jahreszeit schlagen Krankheiten wie Grippe oder Erkältung wieder zu. So mancher Angestellte geht aber trotz Erkrankung zur Arbeit. Damit riskiert er nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch die von anderen. Auch die Arbeitgeber sind hier nicht ausgeschlossen. Vor allem Führungskräfte sollten beim Thema Gesundheit Vorbild sein.

Wer sich mit einer Erkältung oder Grippe zur Arbeit schleppt, gefährdet auch die Gesundheit seiner Kollegen. In solchen Situationen sollte der Chef Vorbild sein und seine Krankheit selbst auskurieren. (Bild: Klaus Eppele/fotolia.com)
Wer sich mit einer Erkältung oder Grippe zur Arbeit schleppt, gefährdet auch die Gesundheit seiner Kollegen. In solchen Situationen sollte der Chef Vorbild sein und seine Krankheit selbst auskurieren. (Bild: Klaus Eppele/fotolia.com)

Chef sollte nicht den Helden spielen
Wenn sich Mitarbeiter trotz Erkrankung zur Arbeit schleppen, ist auch der Chef gefragt,berichtet das Magazin „Certo“ (Ausgabe 4/2016) der gesetzlichen Unfallversicherung VBG. In solchen Situationen sollte er Vorbild sein: „Wenn der Chef krank ist, sollte er nicht den Helden spielen, sondern dafür sorgen, dass er möglichst schnell wieder voll einsatzbereit ist – indem er zu Hause bleibt und sich erholt“, sagte der VBG-Arbeitsmediziner Dr. Jens Petersen.

Krankheitsbedingter Ausfall darf keine unausfüllbare Lücke hinterlassen
Zudem ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Betrieb so organisiert ist, dass der krankheitsbedingte Ausfall von Mitarbeitern keine unausfüllbare Lücke in den Produktionsprozess reißt. Es wird erkrankten Beschäftigten deutlich leichter fallen, sich Zeit zum Erholen zu nehmen, wenn ein Kollege einspringen kann, der sich ebenfalls mit dem Aufgabengebiet auskennt.

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Langfristige Gesundheitsschäden drohen
Wenn Beschäftigte krank zur Arbeit kommen, erbringen sie in der Regel schlechtere Leistungen. „Außerdem drohen langfristige Gesundheitsschäden für die Angestellten, die sich nie die Zeit zum Auskurieren nehmen“, so Petersen.

So wurde laut dem Magazin in einer Studie festgestellt, dass das Risiko von Staatsbediensteten, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln, auf das Doppelte anstieg, wenn sie sowohl Vorerkrankungen hatten als auch keinerlei Fehlzeiten in ihrem Beruf aufwiesen. (ad)

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