WHO: Ebola-Ausbruch im Kongo „sehr, sehr ernst“

Astrid Goldmayer

WHO: Ebola-Ausbruch im Kongo forderte bereits sehr viele Todesopfer

14.09.2012

Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag berichtete, hat sich die Zahl der Ebola-Fälle dramatisch erhöht. Die Lage im Kongo sei „sehr, sehr ernst“. Die weitere Verbreitung des Ebola-Virus müsse dringend gestoppt werden.

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„Bis zum 12. September 2012 wurden 41 Fälle (neun im Labor bestätigte und 32 sehr wahrscheinliche Fälle) aus dem Bezirk Haut-Uélé in der Provinz Orientale gemeldet. 18 von diesen Fällen verliefen tödlich (5 bestätigte und 13 sehr wahrscheinliche Fälle). 18 Mitarbeiter des Gesundheitswesens sind unter den sehr wahrscheinlichen Fällen. Darüber hinaus wurden 28 Verdachtsfälle gemeldet, die nun untersucht werden“, teilt die WHO in ihrem aktuellen Update zur Situation im Kongo auf ihrer Internetseite mit. „Die Lage ist sehr, sehr ernst“, erklärte auch WHO-Sprecher Eugene Kabambi am Donnerstag. Die Zahl der Todesfälle habe sich in den Ortschaften Isiro und Viadana innerhalb von einer Woche auf 31erhöht und damit mehr als verdoppelt. Im August führte das Ebolafieber bereits in Uganda, einem Nachbarstaat, zu 16 Todesfällen.

Ebolafieber wird durch das Ebolavirus verursacht und endet in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Die Infektionskrankheit beginnt mit grippeähnlichen Symptomen. Im weiteren Verlauf treten hämorrhagisches Fieber (hohes Fieber mit Blutungen), Störungen der Nieren- und Leberfunktion mit Ödemen, innere Blutungen, Blutungen ins Gewebe (Bildung von blauen Flecken auf der Haut), Blut im Urin und Stuhl, Schockzustände, Krämpfe, Lähmungserscheinungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kreislaufzusammenbrüche auf. Die Infektion zerstört die kapillaren Blutgefäße im ganzen Körper, so dass der Betroffene insbesondere durch Blutungen in der Lunge, im Magen-Darm-Kanal und der Milz in den meisten Fällen stirbt. (ag)

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Bild: Aka / pixelio.de