WHO: Laute Musik bedroht Teenager-Ohren

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Heilpraxisnet
Milliarden Teenagern gefährden ihren Hörsinn durch laute Musik

27.02.2015

Das Gehör von mehr als einer Milliarden Teenagern ist den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge durch zu laute Musik bedroht, so die Mitteilung der Nachrichtenagentur „dpa“. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen riskieren einen Verlust ihres Hörsinns infolge der massiven Lärmbelastungen. Weltweit seien derzeit rund 360 Millionen Menschen aus unterschiedlichen Gründen von mittleren bis schweren Hörproblemen betroffen, berichtet die „dpa“ unter Berufung auf die WHO.

Durch lautes Musikhören wird das Gehör stark belastet und es drohen irreversible Schädigungen. Rund 1,1 Milliarden Teenager und junge Erwachsene riskieren laut Angaben der WHO auf diese Weise einen Verlust ihres Hörsinns, so die Nachrichtenagentur „dpa“. Die WHO habe am Freitag in Genf von Studien aus verschiedenen Ländern berichtet, die belegen, dass in der Gruppe der 12- bis 35-Jährigen knapp die Hälfte beim Musikhören oder beim Besuch von Clubs und Sportveranstaltungen einer gefährlichen Lautstärke ausgesetzt sei.

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Verlust des Hörsinns irreversible
Ab einer Lautstärke von von 85 Dezibel (in etwa mittlerer Straßenverkehr) können Schäden am Gehör auftreten, allerdings nur, wenn Personen dieser Belastung täglich mehr als acht Stunden ausgesetzt sind. Ein Geräuschpegel von mehr als 100 Dezibel (Geräusch eines Presslufthammers) könne bereits nach etwas mehr als 15 Minuten Gehörschäden verursachen, so die „dpa“ weiter. „Alle sollten sich darüber bewusst sein, dass nach einem Verlust der Hörsinn nicht wieder zurückkehrt“, zitiert die Nachrichtenagentur den WHO-Experten Etienne Krug.

Ohren vor Lärmbelastungen schützen
Die WHO empfehle allgemein weniger laut Musik zu hören und die Dauer möglichst auf eine Stunde zu begrenzen, berichtet die „dpa“. Zudem seien Ohrstöpsel beim Besuch extrem lauter Veranstaltungen empfehlenswert. Auch könne eine kurze Geräusch-Pause hilfreich sein. Hierfür müssten die Veranstalter entsprechende „Chill-out-Räume“ zur Verfügung stellen, in denen es möglichst ruhig sein sollte. Bereits relativ kurze Unterbrechungen der Lärmbelastung bieten dem Gehör Möglichkeit sich zu erholen und das Risiko langfristiger Schäden wird deutlich reduziert. (fp)

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: Uwe Wagschal / pixelio.de