WHO Skandal: Bezahlte Schweinegrippen-Panik?

Sebastian

Standen WHO Autoren der Pandemie-Richtlinen auf der Gehaltsliste von Pharmakonzernen? Nach Angaben von britischen Journalisten sollen mindestens drei Wissenschaftler auf der Gehaltsliste von "GlaxoSmithKline" und "Roche" gestanden haben. Wurde durch diese Zahlungen eine Schweinegrippen-Hysterie überhaupt möglich?

(05.06.2010) Das was britische Journalisten heraus gefunden haben, könnte sich zu einem der größten Skandale der letzten Jahre entwickeln. Viele kritische Journalisten und Bürger ahnten es schon seit langer Zeit: War die Schweinegrippen Panik von der einflussreichen Pharmalobby bezahlt, um Impfstoffe besser verkaufen zu können?

Im Jahre 2004 hat die Weltgesundheitsorganisation "WHO" Richtlinien veröffentlicht, wie Länder einer Pandemie vorbeugen und sich entsprechend verhalten sollten. Diese WHO-Richtlinien haben dazu geführt, dass zig Milliarden Euro für Impfstoffe und Medikamente ausgegeben wurden. Diese Arzneien sollten einer Schweinegrippen-Pandemie vorbeugen. Letztendlich hat sich die Schweinegrippe H1N1 im Gegensatz zur saisonale Grippe-Welle als harmlos heraus gestellt.

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Laut einer Untersuchung des Fachmagazins "British Medical Journal" sowie der britischen Journalisten-Vereinigung "Bureau of Investigative Journalism" wurden WHO-Autoren der Pandemie-Richtlinen von der Pharmaindustrie bezahlt. Mindestens drei Wissenschaftler der WHO standen auf der Gehaltsliste der Pharmakonzerne "GlaxoSmithKline" und "Roche". Beide Konzerne profitierten im erhebliche Maße beim Absatz der Arzneien "Tamiflu" und "Relenza", die jeweils zur "Eindämmung der Schweinegrippe" eingesetzt und eingelagert wurden.

Laut Schätzungen des Münchner Epidemiologe Ulrich Keil hat die Bundesrepublik Deutschland etwa eine Milliarde Euro für Impfstoffe und Arzneien ausgegeben. Deutschland bestellte 50 Millionen Impfdosen, von denen nur sehr wenige tatsächlich eingesetzt wurden. Auch in Großbritanien wurden riesige Arznei-Reserven aufgebaut, die dem englischen Steuerzahler rund 1,2 Milliarden Euro kosteten. Und das alles für eine Schweinegrippen-Pandemie, die nie wirklich ausgebrochen ist. So lagern nun die Impfstoffe in den Aservaten der Regierungen ungenutzt und die Pharmaindustrie hat satte Gewinne eingefahren. Weltweit haben Regierungen Arzneien und Impfstoffe im Wert von 5,8 Milliarden Euro bei den Pharmaunternehmen reserviert.

Immer wieder wurden Panik-Meldungen in der Presse veröffentlicht, die "bevorstehende Schweinegrippe" könne zig Millionen Todesopfer fordern. Letztendlich sind weltweit etwa 18.000 Menschen an der Schweinegrippe verstorben, wobei bei diesen Zahlen nach wie vor nicht geklärt ist, ob tatsächlich alle Verstorbenen mit dem H1N1 Virus infiziert waren. Zum Vergleich: In Deutschland sterben nach Angaben des Berliner Virologe Detlev H. Krüger jedes Jahr rund 20.000 Menschen an der "normalen" Grippe. Schon vor einigen Monaten warfen zahlreiche Mediziner und Gesundheitsexperten der WHO-Chefin Margaret Chan, die Situation falsch eingeschätzt zu haben. Der neuerliche Skandal, falls dieser sich tatsächlich als Wahrheit heraus stellen sollte, unterstreicht diese Kritik im besonderen Maße. (sb)