WHO warnt vor großen Gefahren durchs Rauchen

Nina Reese

Weltweit jährlich mindestens sechs Millionen Todesopfer durch Rauchen

11.07.2013

Auch wenn Rauchen hierzulande unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer mehr an Attraktivität verliert, geht global betrachtet vom Zigarettenkonsum nach wie vor eine massive Gefahr aus – denn Jahr für Jahr sterben weltweit knapp sechs Millionen Menschen an den Folgen wie Herzinfarkt, Lungenkrebs oder Raucherlunge. Dementsprechend fordert Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein striktes Verbot von Tabakwerbung, denn gerade junge Menschen würden ansonsten immer weiter durch die Werbemaßnahmen der Tabak-Industrie zum Rauchen verleitet werden.

Bis 2030 voraussichtlich noch mehr Todesfälle
Knapp sechs Millionen Menschen fallen laut der Weltgesundheitsorganisation jährlich dem Rauchen zum Opfer, wobei es in naher Zukunft vermutlich noch mehr Fälle geben wird, denn „wenn sich die derzeitigen Trends fortsetzen, wird die Zahl der Todesfälle durch das Rauchen voraussichtlich bis zum Jahr 2030 auf 8 Millionen pro Jahr steigen“, so die aktuelle Pressemitteilung der WHO anlässlich der Veröffentlichung des „WHO Report on the Global Tobacco Epidemic 2013“. Dabei seien die mit Abstand meisten Todesopfer in Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommensverhältnissen zu verzeichnen, wo gerade junge Menschen einer großen Gefahr durch die Tabak-Industrie ausgesetzt wären, denn „unter Missachtung der schädlichen Auswirkungen des Rauchens investieren die Tabak-Konzerne jedes Jahr Dutzende von Milliarden von Dollar in Werbung, Verkaufsförderung und Sponsoring“, so die Mitteilung der WHO weiter.

WHO fordert striktes Verbot von Tabakwerbung
Dementsprechend fordert die WHO ein klares Verbot von Tabakwerbung, denn „wenn wir nicht enger zusammenrücken und Tabakwerbung, Sponsoring und Promotion-Maßnahmen verbieten, werden Jugendliche und junge Erwachsene weiterhin von einer mehr denn je aggressiven Tabak-Industrie zum Tabakkonsum verleitet“, erklärt die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Dabei gäbe es laut der WHO durchaus gute Chancen im Kampf gegen den blauen Dunst, denn „obwohl der Tabakkonsum weiterhin weltweit unter den vermeidbaren Todesursachen an Platz eins steht, gibt es bewährte, kostengünstige Mittel, um diese tödliche Epidemie zu bekämpfen“, so die WHO in ihrem „Report on the Global Tobacco Epidemic 2013“.

Rauchverbot an Arbeitsplatz sorgt für Erfolg
So sei beispielsweise die Schaffung von rauchfreien öffentlichen Räumen und Arbeitsplätzen „nach wie vor die am häufigsten durchgeführte Maßnahme mit der höchsten Erfolgsquote“, denn zwischen 2007 und 2012 hätten 32 Länder vollständige Rauchverbote an sämtlichen Arbeitsplätzen, öffentlichen Plätzen und öffentlichen Transportmitteln eingeführt, womit nun „zusätzlich knapp 900 Millionen Menschen geschützt werden“, zudem hätten „seit 2010 12 Länder sowie ein Territorium mit insgesamt 350 Millionen Menschen starke Rechtsvorschriften für rauchfreie Zonen auf nationaler Ebene beschlossen“, so die Studie zum weltweiten Tabakkonsum weiter.

In 67 Ländern derzeit noch kein Werbe-Verbote
Allerdings gäbe es laut der WHO derzeit noch 67 Länder, in denen weiterhin legal Werbemaßnahmen durchgeführt würden und es auch kein Verbot von Tabakwerbung in Radio und Fernsehen gäbe – hier bestehe also laut Dr Margaret Chan dringend Handlungsbedarf, denn „jedes Land hat die Verantwortung, seine Bevölkerung vor Tabak-bedingter Krankheit, Invalidität oder Tod zu schützen“, so die General-Direktorin der Weltgesundheitsorganisation. (nr)

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