Wie Walnüssen die Gesundheit schützen

Volker Blasek

Regelmäßiger Walnussverzehr senkt negatives Cholesterin

Regelmäßiger Verzehr von Walnüssen kann den Cholesterinspiegel verbessern, unabhängig vom Verzicht auf andere Nahrungsmittel, so das Ergebnis einer neuen Studie des Klinikums der Universität München. Dass naturbelassene Walnüsse einen positiven Effekt auf den Fettstoffwechsel haben, ist wissenschaftlich erwiesen. Ernährungswissenschaftler haben nun untersucht, ob der positive Effekt davon abhängt, was die Patienten ansonsten in ihrer Ernährung weglassen, wenn sie Walnüsse konsumieren. Doch dies scheint keine Rolle zu spielen.


Die Ergebnisse der prospektiven, randomisierten Walnuss-Studie bestätigen den positiven gesundheitlichen Effekt der Walnuss: 43 Gramm der Baumnuss pro Tag verbessern den Fettstoffwechsel, wirken sich positiv auf die Darmflora aus und senken das schlechte Cholesterin nachweislich um circa fünf Prozent. Und das unabhängig davon, ob man bei der Ernährung Fette oder Kohlenhydrate anstelle der Walnüsse weglässt. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal „Nutrients“ veröffentlicht.

Regelmäßiger Walnussverzehr von täglich 43 Gramm wirkt sich positiv auf die Darmflora aus und senkt das Risiko von Übergewicht und Diabetes. (Bild: karepa/fotolia.com)

Alleinig der Nussverzehr zählt

Die Wissenschaftler konnte in der Studie nachweisen, dass alleinig der Nussverzehr der ausschlaggebende Faktor für den positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel ist. Das Team betreute circa 200 gesunde Frauen und Männer im Alter von durchschnittlich 63 Jahren. Die Probanden (alle Nicht-Raucher) wurden in drei Gruppen unterteilt, die innerhalb eines Zeitraums von acht Wochen jeden Tag 43 Gramm Walnüsse verzehrten.

Andere Ernährung – gleiche Wirkung

Eine Gruppe sollte dabei vor allem auf Kohlenhydrate verzichten, einer zweiten wurde empfohlen, vor allem auf Fette zu verzichten, und bei der dritten Gruppe erfoltgte eine Kombination aus beidem. In dem achtwöchigen Zeitraum gab es zudem für eine Kontrollgruppe keine Nüsse, um einen Vergleichswert zu haben. Das Forscherteam stellte fest, dass es keinen Unterschied bezüglich der Verbesserung des Cholesterinspiegels macht, ob man Fette oder Kohlenhydrate reduziert, während man täglich eine Handvoll Walnüsse isst.

Walnusskonsum – egal wann und wo

In einem zweiten Ansatz hat das Team nach möglichen Unterschieden gesucht, ob die Nüsse mit der Hauptmahlzeit (zum Beispiel als Bestandteil eines Salates) oder als Snack konsumiert werden. Hier zeigte sich ebenfalls kein Unterschied auf den Fettstoffwechsel.

Walnuss-Auswirkungen auf die Darmflora

Laut den Wissenschaftler führte der regelmäßige Walnussverzehr zu mehr probiotische und Buttersäure produzierende Bakterien im Stuhl. „Es ist bekannt, dass die Zusammensetzung der Darmflora Einfluss auf die Gesundheit des Menschen hat“, erklärt Prof. Dr. Parhofer, Oberarzt in der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV am Klinikum der Universität München in einer Pressemitteilung des Klinikums zu den Studienergebnissen. Man wisse auch, dass die Ernährung das Mikrobiom beeinflussen kann. Die Studie belege, dass regelmäßiger Walnussverzehr Bakterien fördert, die mit weniger Übergewicht und weniger Diabetes verknüpft seien.

Weitere positive Aspekte der Walnuss

Walnüsse sind energiereich und sehr gesund, auch weil sie unter anderem viele Antioxidantien enthalten. Außerdem helfen Walnüsse beim Abnehmen, aufgrund der Appetit-Kontrolle durch Aktivierung bestimmter Hirnregionen. Insgesamt kann man sagen: Die Walnuss überzeugt mit ihrem feinen Aroma und gesundheitlichen Vorteilen. (vb)