Wildschweine an Pseudowut erkrankt: Gefahr auch für Hunde und Katzen

Alfred Domke
Infizierte Wildschweine: Pseudowut auch ein Risiko für Katzen und Hunde
In Bayern ist bei einem weiteren Wildschwein Pseudowut festgestellt worden. Die Viruserkrankung, im Fachjargon Aujeszkysche Krankheit (AK) genannt, stellt auch eine Gefahr für Katzen und Hunde dar. Haustierhalter sollten daher Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Erneut Pseudowut in Bayern nachgewiesen
Vor wenigen Wochen war bei einem im Steigerwald (Unterfranken) geschossenen Wildschwein die Aujeszkysche Krankheit (AK) nachgewiesen worden. Nun ist die Infektionskrankheit, die auch unter dem Namen Pseudowut bekannt ist, laut Medienberichten bei einem weiteren Tier festgestellt worden. Experten warnen: Auch Katzen und Hunde sind gefährdet. Halter von Kleintieren sollten deshalb unbedingt Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit es nicht zu einer Ansteckung kommt.

In Bayern wurde erneut Pseudowut bei einem Wildschwein festgestellt. Die Viruserkrankung kann auch für Hunde und Katzen gefährlich werden. Tierhalter sollten Vorsichtsmaßnahmen treffen. (Bild: Tamas Zsebok/fotolia.com)

Gefahr für Katzen und Hunde
Die als Pseudowut bekannte Viruserkrankung scheint sich im Landkreis Haßberge (Bayern) unter Wildschweinen auszubreiten. Das Landratsamt in der unterfränkischen Stadt Haßfurt hatte schon nach der Bestätigung des ersten Falles gewarnt, dass sich auch kleine und große Wiederkäuer infizieren könnten. Zudem stellt die Krankheit eine Gefahr für Katzen und Hunde dar. Infektiös ist sie aber in erster Linie für Schweine.

„Für den Menschen hingegen ist das Virus nach derzeitigem Kenntnisstand ungefährlich, so besteht auch keine Gefahr durch den Verzehr von verarbeiteten und durchgegarten Wildschweinprodukten“, heißt es in einer Mitteilung.

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Tierhalter werden zur Vorsicht aufgerufen
Wie der „Bayerische Rundfunk“ (BR) berichtet, seien mittlerweile zwei Wildschweine, die sich angesteckt hatten, gemeldet worden.

„Jeder, der empfängliche Tiere und natürlich Hausschweine hält, ist jetzt ausdrücklich zur Vorsicht aufgerufen, Schutzmaßnahmen zu beachten, um unbedingt die Infektion der Haustiere zu verhindern“, heißt es von Seiten des Landkreises.

So sollten etwa Hunde keinen Kontakt zu toten oder lebenden Wildschweinen haben. Zudem sollten weder rohes Fleisch von Wildschweinen noch Innereien an Hunde oder Katzen verfüttert werden. „Erkrankte Hunde sterben in der Regel an einer Infektion“, warnen die Experten. (ad)