Wöchentliche Ernährungskurse helfen Menschen mit Typ-2-Diabetes

Alexander Stindt

Wie kann der Umgang mit Diabetes verbessert werden?

Viele Menschen auf der Welt sind an Typ-2-Diabetes erkrankt. Bei der chronischen Erkrankung leidet der Körper der Betroffenen unter einer sogenannten Insulinresistenz. Forscher fanden jetzt heraus, dass wöchentliche Kurse zur Ernährung ein besseres Management von Typ-2-Diabetes ermöglichen.


Die Wissenschaftler des Physicians Committee for Responsible Medicine stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass der Umgang der Betroffenen mit Typ-2-Diabetes erheblich verbessert werden kann, wenn diese spezielle wöchentliche Ernährungskurse besuchen würden. Die Experten veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics“.

Patienten mit Typ-2-Diabetes profitieren davon, wenn sie an speziellen Ernährungskursen teilnehmen. Durch diese konsumieren sie weniger Fleisch, Fett und Cholesterin, was zu einer besseren Verwaltung der Erkrankung führt. (Bild: zlikovec/fotolia.com)

Was ist Diabetes?

Diabetes wird häufig auch als die Zuckerkrankheit bezeichnet. Bei der chronischen Erkrankung hat der Körper Probleme mit dem Management von Insulin. Eine Insulinresistenz führt dann zu einer sogenannten Überzuckerung des Blutes. Viele Betroffene haben Probleme ihre Erkrankung richtig zu verwalten. Experten fanden jetzt heraus, dass Menschen mit Diabetes an wöchentlichen Ernährungskursen teilnehmen sollten, um so besser mit ihrer Erkrankung umzugehen.

Ernährungskurse führten zu verschiedenen Verbesserungen

Für ihre Studie hatte das Team kostenlose Kurse in Washington, D.C. angeboten. Die Forscher richteten ein Büro ein, in dem die Experten ihre Kurse abhielten und Patienten mit Diabetes kostenlos in Ernährungsfragen berieten. Die Ergebnisse der Untersuchung ergaben, dass die Teilnehmer der Ernährungsklassen ihr Gewicht, ihren Blutzucker und ihren Cholesterinspiegel signifikant verbesserten. Allen Teilnehmern wurden zwei verschiedene Formen der Ernährung vorgeschlagen. Die Studie verlief über einen Zeitraum von insgesamt 20 Wochen.

Ernährungsumstellung verbessert Diabetes-Management

Eine fettarme, vegane Ernährung und ein teilweise kontrolliertes Essverhalten ließen die Teilnehmer weniger Fleisch, weniger Fett und weniger Cholesterin konsumieren. Die Ergebnisse der Untersuchung deuten darauf hin, dass eine einfache, kostengünstige Ernährungsintervention das Diabetes-Management erheblich verbessern kann. Patienten können mit der Hilfe dieser Kurse viel über eine gesunde Ernährungsumstellungen lernen, sagen die Wissenschaftler. Sie können dort Erfahrungen und Ernährungsratschläge und Rezeptideen austauschen. Dies könnte vielen Menschen mit Diabetes helfen, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen.

Auswirkungen der Ernährungsumstellung

Frühere Ergebnisse von anderen Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass eine gesunde Ernährung nicht nur helfen kann Diabetes besser zu managen, sondern auch zu einem gesunden Lebensstil beiträgt. Eine Ernährung, welche frei von tierischem Fett und Cholesterin ist, kann besonders vorteilhaft sein, weil sie die Ursache von Typ-II-Diabetes behandelt, indem sie Fett in den Zellen reduziert, erklären die Autoren laut NDTV. Dies verbessert die Insulinfunktion. Eine rein pflanzliche Ernährung reduziert auch den Cholesterinspiegel und hilft bei der Gewichtsabnahme.

Gruppenunterricht führt zu verschiedenen Vorteilen

Wenn Patienten keine einzelne individuelle Beratung wünschen, kann das Anbieten von Gruppenunterricht für Betroffene eine praktikablere Idee sein, sagen die Experten. Wenn Menschen in einer Gruppe mit den gleichen Zielen zusammengefasst werden, können sie dadurch fokussierter an der Umsetzung arbeiten, außerdem werden sie weniger zum Betrügen verleitet, erläutern die Wissenschaftler. (as)