Gesundes Wundermittel Löwenzahn: Bitter, lecker und vor allem gesund

Fabian Peters
Löwenzahn – das bittere und vielseitige Kraut in der Küche
Löwenzahn ist nicht nur äußerst vielseitig in der Küche einsetzbar, er gilt zudem als Wundermittel für die Gesundheit. Während viele Löwenzahn immer noch als lästiges Unkraut im Garten ansehen, haben Anhänger der Naturheilkunde längt seine vielen positiven Eigenschaften zu schätzen gelernt. Ob als Salat, im Pesto oder als Frischpflanzenpresssaft – Löwenzahn erfreut sich hierzulande immer größer Beliebtheit.

Löwenzahn ist im Salat oder Pesto ein Genuss
Löwenzahnblätter eignen sich hervorragend für die Zubereitung von Salat. In Verbindung mit anderen Wildkräutern, Cherrytomaten, Linsen, Käse oder einem hartgekochtes Ei entfaltet Löwenzahn sein leicht bitteres, feines Aroma am besten. Im Pesto harmonieren die Blätter gut mit Mandeln. Darauf weist der Verbraucherinformationsdienst aid hin.

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Löwenzahn ist in der Naturheilkunde als Heipflanze bekannt. Bild: candy1812/fotolia.com

Wer die Bitterstoffe nicht mag, kann den Löwenzahn ein bis zwei Stunden vor der Zubereitung in kaltes Wasser legen. Kartoffeln, Äpfel und geröstetes Brot können den bitteren Geschmack zudem abmildern. „Einfacher ist es, den bitteren Geschmack durch andere Zutaten zu mildern“, empfiehlt Harald Seitz. Beliebte Partner im Salat sind deshalb Kartoffeln, Äpfel oder geröstetes Brot. Auch ein Schuss Sahne oder etwas Schmand im Dressing harmonisiert das Aroma. Der Gemeine Löwenzahn von der Wiese im Garten enthält besonders viele Bitterstoffe, erst recht, wenn er nach der Blüte geerntet wird. Etwas milder ist Zuchtlöwenzahn. Er kommt vor allem aus Frankreich in den Sommermonaten in die deutschen Läden. Auch der ebenfalls milde gebleichte Löwenzahn ist manchmal zu haben.

Löwenzahn wirkt gesundheitsfördernd
Vor allem die Bitterstoffe machen Löwenzahn so gesund. Sie regen die Verdauungsdrüsen zur Sekretion an. Sie wirken harntreibend, was auf die hohe Kaliumkonzentration in Löwenzahn zurückzuführen sein könnte. Löwenzahn überzeugt vor allem durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C und D sowie an Kalium. „Seine wichtigsten Wirkstoffe sind jedoch die Bitterstoffe. Sie regen die Verdauung an“, erläutert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. Daher ist Löwenzahn in der Naturheilkunde sehr beliebt. Dort werden die Blätter gerne als Tee zubereitet.

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In der Naturheilkunde wird das Kraut vor allem bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen, bei Störungen des Gallenabflusses und zur Anregung der Harnausscheidung bei entzündlichen Erkrankungen und Steinbildung eingesetzt.

Einige Heilpraktiker verwenden Löwenzahn auch zur allgemeinen Stärkung bei sämtlichen Schwächezuständen, um dem Körper wieder Energie zu verleihen. Der Stängelsaft wird äußerlich aufgetragen auch als Hausmittel gegen Warzen und Hühneraugen empfohlen.

In der Homöopathie kommt Löwenzahn bei Lebererkrankungen und Verdauungsbeschwerden zum Einsatz. (ag)