Keim-Wurst auch nach Schleswig-Holstein geliefert

Heilpraxisnet

Dänische Delikatessenfirma hat auch nach Deutschland verkauft

15.08.2014

Verseuchte Wurst auch in Schleswig-Holstein? Wie das Kieler Landwirtschaftsministeriums aktuell mitteilt, hat das dänische Unternehmen „Jørn A. Rullepølser A/S“ offenbar auch ein Geschäft an der deutsch-dänischen Grenze mit ihren Waren beliefert. Die Delikatessenfirma hatte mit Listerien verseuchte Wurst vertreiben, wodurch in den vergangenen Monaten in Dänemark zwölf Menschen gestorben waren.


Bislang herrscht noch Unklarheit, ob verunreinigte Produkte dabei waren
Die dänische Delikatessenfirma „Jørn A. Rullepølser A/S“ hat ihre Ware offenbar auch an einen auf dänische Ware spezialisierten so genannten „Grenzshop“ im Kreis Schleswig-Flensburg, direkt an der deutsch-dänischen Grenze, verkauft. Dies hat gestern das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein bekannt gegeben. Demnach sei allerdings noch nicht klar, ob die Lieferung auch verunreinigte Produkte beinhaltet habe. Wie Anfang der Woche bekannt geworden war, hatte die Firma in Dänemark mit Listerien verseuchte Wurst verkauft – woraufhin im Anschluss innerhalb von 30 Tagen zwölf Menschen an einer Bakterien-Infektion gestorben waren.

Betrieb in Harrislee wurde Ende Mai mit vier Produkten beliefert
Wie das Ministerium weiter mitteilt, seien vier Produkte der Firma („Kogt skinke i skiver“, „Hamburgerryg i skiver“, „Sdj. Spegepølse i skiver“ und „Kogt rullepølse i skiver“) am 23.05.2014 an den Betrieb in Harrislee geliefert und zwischen dem 24.05.2014 und dem 21.06.2014 vollständig verkauft worden. Das Mindeshaltbarkeitsdatum lag bei drei Produkten beim 19. Juni sowie bei einem beim 6. Juli. Verbraucher, die noch entsprechende Produkte zu Hause haben, sollten diese daher vorsorglich nicht verzehren – sondern stattdessen vernichten oder an das betroffene Geschäft zurückgeben. Personen, die bereits entsprechende Fleischprodukte aus Dänemark gegessen haben und grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost oder Gliederschmerzen oder auch Durchfall und starke Bauchschmerzen zeigen, sollten sich zudem auf Empfehlung des Gesundheitsministeriums an ihren Arzt wenden. Denn nur dadurch könne schnell geklärt werden, ob eine Listeriose-Infektion vorliegt und welche Behandlung im jeweiligen Fall die richtige ist. (nr)

Bild: siepmannH / pixelio.de