Yoga verbessert Lebensqualität von Menschen mit plötzlichen Herzrhythmusstörungen

Einmal Yoga in der Woche kann helfen, die Lebensqualität von Menschen mit plötzlichen Herzrhythmusstörungen erheblich zu verbessern. (Bild:GTeam/Fotolia.com)
Alexander Stindt
Eine Yoga-Sitzung pro Woche senkt den Blutdruck und die Herzfrequenz
Neue Ergebnisse bei klinischen Studien zeigen, dass Patienten, bei denen paroxysmales Vorhofflimmern diagnostiziert wurde, erhebliche gesundheitliche Vorteile erlangen, wenn sie einmal pro Woche an einer Yoga-Sitzung teilnehmen. Somit ist es Betroffenen anzuraten, sich mit Yoga auseinanderzusetzen.

Yoga werden einige positive Auswirkungen auf unseren menschlichen Körper zugesprochen. Wissenschaftler von der European Society of Cardiology stellten jetzt in einer Untersuchung fest, dass Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern durch eine einmalige Yoga-Sitzung in der Woche massive Vorteile für ihre Gesundheit erlangen. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „European Journal of Cardiovascular Nursing“.

Einmal Yoga in der Woche kann helfen, die Lebensqualität von Menschen mit plötzlichen Herzrhythmusstörungen erheblich zu verbessern. (Bild: GTeam/Fotolia.com)
Einmal Yoga in der Woche kann helfen, die Lebensqualität von Menschen mit plötzlichen Herzrhythmusstörungen erheblich zu verbessern. (Bild: GTeam/Fotolia.com)

Atmung und Bewegungen beim Yoga bringen erhebliche körperliche und geistige Vorteile
Die klinische Studie, die über zwölf Wochen ging, stellte fest, dass sich die Lebensqualität von Patienten mit plötzlichen Herzrhythmusstörungen deutlich erhöht, wenn diese drei Monate lang an Yoga-Sitzungen teilnehmen. Diese Sitzungen müssen einmal pro Woche für jeweils eine Stunde besucht werden, um erhebliche körperliche und geistige Vorteile für unsere Gesundheit zu erfahren, erklären die Wissenschaftler. Wenn Patienten an Yoga-Kursen teilnehmen, erlangen sie eine bessere Lebensqualität, eine niedrigere Herzfrequenz und der Blutdruck werde gesenkt – verglichen mit den Werten von Patienten ohne Zugang zu Yoga-Unterricht, sagen die Forscher. Vielleicht führt die tiefe Atmung des Parasympathikus und Sympathikus zu weniger Schwankungen in der Herzfrequenz. Die Atmung und die Bewegungen könnten zusätzliche positive Auswirkungen auf den Blutdruck haben, sagt Studienautor Maria Wahlström, von der Sophiahemmet Universität in Schweden.

Betroffene leiden oft unter starken Einschränkungen in der Lebensqualität
Menschen mit paroxysmalem Vorhofflimmern leiden unter plötzlichem unregelmäßigen oder zu schnellem Herzschlag. Dieser endet in der Regel von selbst innerhalb der nächsten 48 Stunden. Etwa zwei Prozent der Bevölkerung in den westlichen Ländern sind durch diese Erkrankung beeinträchtigt, sagen die Mediziner. Als Folge der Erkrankung können beispielsweise Probleme mit der Atmung, Brustschmerzen und Schwindel auftreten. Viele Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern leiden unter starken Einschränkungen in ihrer Lebensqualität, weil sie in ständiger Angst vor dem plötzlichen Auftreten der Erkrankung leben, erklären die Forscher.

Yoga zukünftige ergänzende Behandlungsmethode zur Standard-Therapie?
Die neueste Studie umfasste achtzig Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern. Die Probanden wurden zufällig auf zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe mit wöchentlichen Yoga-Sitzungen und einer kombinierten Standard-Behandlung von Vorhofflimmern. Die zweite Gruppe erhielt nur die Standard-Behandlung von Vorhofflimmern, sagen die Wissenschaftler. Durch die Analyse der Blutwerte, der Herzfrequenz und der Lebensqualität stellten Wahlström und das Forscher-Team fest, dass Patienten in der Yoga-Gruppe einen deutlichen Anstieg der psychischen Gesundheit erfahren hatten. Außerdem war eine signifikante Abnahme bei ihrem Blutdruck und ihrer Herzfrequenz zu beobachten, verglichen mit Patienten aus der Standard-Behandlungsgruppe, fügen die Mediziner hinzu. Somit könnte Yoga eine sinnvolle ergänzende Behandlungsmethode zur Standard-Therapie sein.

Yoga sollte angeboten werden, um Patienten bei der Entspannung zu helfen
Yoga kann die Lebensqualität bei Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern verbessern, weil es ihnen eine Möglichkeit gibt, ihre Symptome besser selber zu kontrollieren und nicht völlig hilflos zu sein, erklärt Wahlström. Viele der Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern seien sehr gestresst. Yoga sollte deswegen nach uafassung der Forscher als eine ergänzende Therapie angeboten werden, um den Betroffenen bei der Entspannung zu helfen. (as)

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