Zahl der Ebola-Toten auf über 3.000 gestiegen

Heilpraxisnet

Ebola-Epidemie: IWF zahlt 130 Millionen Dollar – weniger als 1 Fußballer kostet

28.09.2014

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bekannt gegeben, dass die Zahl der Toten infolge der Ebola-Epidemie in Westafrika auf über 3.000 gestiegen ist. Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt zur Bekämpfung der Seuche 130 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Das ist weniger als ein Fußballspieler kostet.

Über 3.000 Tote in Westafrika
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bekannt gegeben, dass die Zahl der Toten infolge der Ebola-Epidemie in Westafrika die Marke von 3.000 überschritten hat. Am Samstag teilte die WHO mit, dass nach offiziellen Zahlen von Ende September bislang 3.093 Menschen an dem Virus gestorben sind. Die Zahl der Infektionen lag demnach insgesamt bei mehr als 6.500 Fällen. Die Länder Liberia mit 1.830 Toten, Guinea mit 648 Toten und Sierra Leone mit 605 Toten sind von der Seuche am stärksten betroffen. Experten gehen jedoch von einer höheren Dunkelziffer aus. Die weitere Ausbreitung der Epidemie konnte bislang nicht gestoppt werden.

Die internationale Hilfe für die betroffenen Länder ist noch immer zu schleppend. So klagte etwa Sierra Leones Präsident Ernest Bai Koroma: „Die nationalen und internationalen Reaktionen sind unzureichend.“ Auch UN-Organisationen beklagen, dass trotz vieler Hilfsversprechen nicht genügend Mittel und Helfer in den am stärksten betroffenen Regionen in Westafrika ankommen. So hatte beispielsweise das Welternährungsprogramm (WFP) bis vergangene Woche lediglich 13 Prozent der umgerechnet 99,5 Millionen Euro erhalten, die die Organisation aus dem Ebola-Fonds bekommen sollte. Wie die WFP-Sprecherin Elisabeth Byrs in Genf mitteilte, drohe ohne weitere Hilfsgelder Ende Oktober ein Zusammenbruch der Nahrungsmittellieferungen.

IWF zahlt weniger als ein Fußballer wert ist
Unterdessen hat auch der Internationale Währungsfonds (IWF) bekannt gegeben, 130 Millionen US-Dollar für die Bekämpfung der Ebola-Epidemie in den westafrikanischen Ländern zur Verfügung zu stellen. IWF-Chefin Christine Lagarde erklärte dazu: „Der Ebola-Ausbruch in Guinea, Liberia und Sierra Leone hat bereits zu viele Leben gekostet.“ Mitgeteilt wurde zudem, dass diese humanitäre Krise auch schwere wirtschaftliche Konsequenzen haben kann. Wenn man bedenkt, dass der IWF wirtschaftlich angeschlagenen Staaten oft milliardenschwere Kredite zur Verfügung stellt, scheint der Betrag von 130 Millionen US-Dollar doch sehr mickrig. Die umgerechnet ca. 102 Millionen Euro sind weniger, als der Marktwert des argentinischen Fußballspielers Lionel Messi.

WHO hofft auf Impfstoff ab nächstem Jahr
Trotz der vielen negativen Nachrichten im Zusammenhang mit der Seuche, keimt manchmal auch ein Hoffnungsschimmer auf. So wurde in den vergangenen Tagen berichtet, dass eine Ebola Heilung durch Fremdbluttherapie möglich sein könnte. Zudem wurde von Seiten der WHO mitgeteilt, dass man auf einen einsatzfähigen Impfstoff gegen Ebola ab Anfang 2015 hoffe. Bis dahin wird den Medizinern in Afrika wohl nichts weiter übrig bleiben, als dabei zu helfen, zumindest die typischen Ebola-Symptome, wie Fieber, Durchfall, Übelkeit sowie innere und äußere Blutungen bei den Patienten zu lindern. (ad)

Bild: NicoLeHe / pixelio.de