Zahngesundheit: Schlafen mit offenem Mund schadet den Zähnen

Besser mit geschlossenem Mund schlafen. Bild: giorgiomtb - fotolia
Sebastian
Zahngesundheit: Schlafen mit offenem Mund schadet wie ein Softdrink
Wichtig für die Zahngesundheit ist neben dem regelmäßigen Zähneputzen auch die Ernährung. Dass man etwa vor dem Schlafengehen keinen zuckersüßen Softdrink zu sich nehmen sollte, ist den meisten wohl bekannt. Mit offenem Mund zu schlafen, hat aber genauso schlimme Auswirkungen auf die Zähne, wie Forscher nun heraus gefunden haben.
Ähnlich problematisch wie ein Softdrink vor dem Schlafengehen
Will man Karies und Zahnschmerzen vermeiden, sollte man vor allem vor dem Schlafengehen keine süßen Getränke wie Softdrinks oder Fruchtsäfte mehr zu sich nehmen. Die Säure im Obst greift den Zahnschmelz an, warnen Mediziner. Forscher aus Neuseeland haben nun eine interessante Entdeckung gemacht. Demnach schaden Menschen, die mit offenem Mund schlafen, ihren Zähnen ähnlich stark, wie wenn sie vor dem Zubettgehen noch eine Cola oder einen Orangensaft trinken würden.

Besser mit geschlossenem Mund schlafen. Bild: giorgiomtb - fotolia
Besser mit geschlossenem Mund schlafen. Bild: giorgiomtb – fotolia

Ein offener Mund trocknet aus
Menschen, die mit offenem Mund schlafen, tun damit ihren Zähnen nichts Gutes. Bleibt er lange offen, ist die Folge ein trockener Mund, dem der Speichel fehlt, der Säure-produzierende Bakterien abtötet. Dadurch haben Erosion und Karies leichtes Spiel. Dies geht aus einer Studie hervor, die im Fachmagazin „Journal of Oral Rehabilitation“ veröffentlicht wurde. Wie das Schweizer Internetportal „20min.ch“ berichtet, sinkt der pH-Wert demnach von neutralen 7,7 auf leicht saure 6,6, wenn der Schläfer durch den Mund atmet.

PH-Wert zum Teil sehr sauer
Die Forscher um Joanne Choi vom Sir John Walsh Research Institute, University of Otago in Neuseeland statteten für die Untersuchung zehn gesunde Patienten mit eigens angefertigten Zahnsensoren und Nasenklammern aus. Wie es heißt, fiel der pH-Wert in einem Fall sogar auf 3,6, was sehr sauer ist und zur Erosion des Zahnschmelzes führt. Laut den Wissenschaftlern ist der Wert vergleichbar hoch wie nach dem Genuss eines Softdrinks oder eines Fruchtsafts. Choi sagte: „Unsere Resultate stützen die Annahme, dass die Mundatmung in der Tat eine Ursache für Zahnkrankheiten wie Zahnschmelzerosion und Karies ist.“

Mehr Karies durch Schlaf- und Atemprobleme
Die neuseeländische Studie bestätigt laut dem Internetportal Beobachtungen von Zahnärzten, wonach Patienten mit Schlaf- oder Atemproblemen mehr Karies haben. Demnach nehmen die Zahnprobleme von vorne nach hinten zu, weil die Mundhöhle zuerst hinten austrocknet. Männer sind allgemein stärker betroffen, da ein Drittel von ihnen in der Nacht durch den Mund atmet, während dies dem Portal zufolge nur bei fünf Prozent der Frauen der Fall ist. (ad)

Advertising