Zecken: Bereits sieben FSME-Fälle in Hessen

Heilpraxisnet

Hirnhautentzündung: Bisher sieben FSME-Fälle in Hessen

11.08.2014

In diesem Jahr ist die gefährliche Hirnhautentzündung FSME, die durch einen Zeckenbiss übertragen wird, in Hessen bisher siebenmal diagnostiziert worden. Es sei möglich, dass sich die Betroffenen außerhalb von Hessen infiziert hätten.


Betroffene haben sich möglicherweise nicht in Hessen infiziert
Die durch Zecken übertragene gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist in diesem Jahr in Hessen bisher siebenmal diagnostiziert worden. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa erklärte eine Sprecherin des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin auf Anfrage, dass es im ganzen vergangenen Jahr landesweit 22 Fälle gegeben habe. Es sei dabei möglich, dass sich die Betroffenen nicht in Hessen infiziert hätten, aber in Hessen erkrankt seien. Angaben von Medizinern zufolge tragen ein bis fünf Prozent der Zecken das Virus der Hirnhautentzündung FSME in sich.

Schutzimpfung gegen FSME
Gegen die meldepflichtige Krankheit gibt es eine Schutzimpfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des RKI rät allen Personen zu dieser Impfung gegen die virale Infektionskrankheit, die in den Risikogebieten in Kontakt mit Zecken kommen könnten. Zecken können das Virus übertragen, indem sie etwa aus dem Gras oder von niedrigen Büschen auf die Haut gelangen, die sie dann anbohren, um Blut zu saugen. Nach Einschätzung des RKI sind Südhessen und der Landkreis Marburg-Biedenkopf FSME-Risikogebiete.

Im Extremfall tödlich
Beim Menschen können FSME-Viren grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen oder Erbrechen auslösen. Die Beschwerden können zwar gelindert werden, doch die Krankheit an sich lässt sich nicht gezielt therapieren. In besonders schweren Fällen können die Viren eine Hirnhautentzündung hervorrufen. Bleibende Schäden können beispielsweise Lähmungen und Konzentrationsschwächen sein. Die Krankheit verläuft im Extremfall tödlich. Gegen die, ebenfalls durch Zecken übertragene, Borreliose gibt es zwar keine Impfung, doch sie lässt sich relativ gut mit Antibiotika behandeln. (ad)

Bild: sassi / pixelio.de