Zecken: Mediziner bitten zur FSME-Impfung

Heilpraxisnet

Zecken: Mediziner bitten zur FSME-Impfung

13.06.2014

Sommerzeit, warme Zeit: Das beste Wetter für Zecken. Mediziner raten zur FSME-Impfung, da die Hirnhautentzündung durch die Blutsauger übertragen wird. Die Impfung sollte möglichst vor den Sommerferien durchgeführt.

Etwa vier Wochen vor Sommerferien-Beginn raten Mediziner zur Impfung zum Schutz vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die Infektionskrankheit wird durch Zecken übertragen, die in den warmen Sommertagen in vielen Regionen Deutschland sehr aktiv sind. Es sei „gerade noch möglich eine Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis zu unternehmen“, berichten Experten vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK). Personen die in den Risikogebieten wohnen oder Menschen, die in die Regionen Bayern, Baden-Württemberg oder nach Österreich reisen sollten nach Angaben der Ärzte „keine Zeit verstreichen lassen“.

Mehr FSME Krankheitsfälle
FSME ist eine Virusinfektion. Dabei entzündet sich die Hirnhaut und das Gehirn selbst. Vielfach werden die Viren durch einen Zeckenbiss übertragen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden 420 Erkrankungsfälle im Jahr 2013 gemeldet. „Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 2013 mehr als doppelt so viele FSME-Fälle registriert wie 2012: 420 gegenüber 195 Fällen 2012.“

Bereits eine Dosis bestehend aus drei Einzeldosen reicht gegen den FSME-Virus aus. Diese sollte nach Möglichkeit alle drei bis fünf Jahren aufgefrischt werden. Soll es schneller gehen, können auch zwei Impfungen 14 Tage-Abstand verabreicht werden. „Das reicht für einen belastbaren Schutz im Urlaub“, kommentiert die DGK-Expertin Ute Arndt.

Nach Zecken absuchen
Vor allem Kinder sollten nach einem Aufenthalt im Freien gründlich abgesucht werden. „Eine Zecke sitzt an einer typischen Stelle, nämlich unter der Achsel.“ Befindet sich eine Zecke in der Haut, kann diese mit einer speziellen Zange entfernt werden. Wer sich unsicher ist, sollte lieber zum Arzt gehen.

In Deutschland existieren etwa 142 Kreise und Regionen als sogenannte Risikogebiete. Dazu zählen: fast ganz Bayern und Baden-Württemberg. In beiden Bundesländern treten auch die meisten Krankheitsfälle auf. Etwas weniger betroffen sind Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und das Saarland. Aber auch hier gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Neu als Risikogebiet hinzugekommen ist im letzten Jahr der Vogtlandkreis Sachsen sowie zahlreiche Gebiete in Tschechien und Österreich. Auch hier sollte eine Impfung überdacht werden. (sb)

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