Zehn gute Tipps gegen Liebeskummer

Heilpraxisnet

Zehn Tipps die gegen Liebeskummer helfen können

15.02.2015

Am gestrigen Valentinstag hatten zwar viele Verliebte eine schöne Zeit, andere wiederum wurden an dem Tag besonders stark an ihr gebrochenes Herz erinnert. Egal ob sich der Partner von einem getrennt hat oder die Gefühle von anderen nicht erwidert werden: Liebeskummer tut weh. Einige Tipps können helfen, wie man besser damit umgehen kann.

Liebe und Schmerz liegen eng beieinander
Feuchte Hände, Herzrasen, schneller Puls: Was Verliebtsein anrichten kann, haben die meisten Menschen schon erleben dürfen. Leider aber auch, was unerwiderte Liebe oder die Trennung von einem Partner bewirken können. Liebe und Schmerz liegen eng beieinander: Das wissen vor allem die, deren Beziehung lang oder intensiv war und beendet wurde. Liebeskummer kann sowohl zu seelischen als auch körperlichen Beschwerden führen. Verlassene leiden unter dem Stress, den die Trennung auslöst, können meist schlecht schlafen und bekommen häufig Magenprobleme. Wie soll man aber am besten mit dem Schmerz, der Trauer und der Wut umgehen? In einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa gibt es dazu einige Tipps.

Sich nicht mit Schokolade zu Hause einsperren
Auf keinen Fall sollte man sich nach einer Trennungà la Bridget Jones alleine zu Hause mit einer riesigen Packung Schokolade einsperren. Das macht die Situation nur schlimmer. Der Psychotherapeut Wolfgang Krüger rät: „Jetzt hilft nur eines: Sich viel unter Menschen begeben und alles Mögliche tun, um die Lebensintensität zu steigern.“ Menschen, die sich frisch getrennt haben, grübeln unentwegt und machen sich selbst Vorwürfe. „Sie sind wie ein Fachwerkhaus, in dem der Hauptbalken entfernt wurde. Sie sind kurz davor, dass das Dach einstürzt“, so Krüger. Es habe in dieser Situation wenig Sinn, über die Trennungsursachen zu philosophieren. Ursachenforschung kann man erst betreiben, nachdem man sich einige Zeit ordentlich ausgepowert und sich ausreichend abgelenkt hat.

Intensives Reden hilft tatsächlich
Wie eine aktuelle Studie zeigt, ist intensives Reden tatsächlich hilfreich, um den Verlust des Partners zu verarbeiten. Dies hat die US-amerikanische Psychologin Grace Larson von der Northwestern University herausgefunden. Demnach fühlt sich derjenige, der seinen Kummer verbal verarbeiten kann, weniger einsam und leidet seltener unter Gefühlsausbrüchen. Die Psychologin Doris Wolf würde der dpa zufolge den berühmten Spruch „Lass uns Freunde bleiben“ unmittelbar nach der Trennung nicht empfehlen. Häufig sei die Hoffnung, den Partner wenigstens als Freund zu behalten und ihn möglicherweise zurückzugewinnen. „Doch die Realität sieht so aus: Sie können nicht einfach von einer Liebesbeziehung auf eine Freundschaft umschalten. Es wird für Sie so sein, als ob man in einer großen Wunde bohrt.“ Wenn man gemeinsame Kinder hat, lässt sich das zwar nicht ganz einfach umsetzen, doch auch in solchen Fällen ist eine gewisse Zeit ohne Kontakt wichtig, um den anderen loslassen zu können. Wie man mit seinem Liebeskummer am besten zurecht kommt, muss jeder selbst für sich herausfinden, allgemeingültige Rezepte gibt es nicht. Einige Tipps können dabei helfen:

Zehn Tipps gegen Liebeskummer
1. Haare ab: Auch wenn es wie ein Klischee klingt, effektiv ist es. „Freunden und Bekannten wird ihre Veränderung auffallen, und Sie werden Komplimente bekommen. Das ist gut fürs Selbstbewusstsein“, so Wolfgang Krüger.

2. Sport: Wenn man plötzlich allein auf sich gestellt ist, kann das helfen, endlich seine Vorsätze in die Tat umzusetzen. „Melden Sie sich im Fitnessstudio an, gehen Sie laufen oder Fahrrad fahren“, empfiehlt Krüger. „Powern Sie sich so richtig aus.“ Wenn man nach einigen Trainingseinheiten erste Erfolge verspürt, könne dies auch dem Selbstbewusstsein einen Schub versetzen.

3. Sachen aussortieren: „Sammeln Sie alle Gegenstände in der Wohnung ein, die Sie an den Ex-Partner erinnern“, so der Rat von Doris Wolf. „Verpacken Sie die Sachen in eine Kiste und stellen Sie diese in den Keller.“ So wird man nicht ständig an den Liebsten erinnert. Zudem können auch andere Veränderungen in der Wohnung gut tun: Wände streichen, neue Vorhänge oder andere Dekorationen.

4. Die richtige Musik: Empfohlen wird Musik, bei der sie so richtig aufgehen. Lieder, die an den oder die Ex erinnern, sind hingegen verboten. Jeder sollte für sich selbst herausfinden, ob einem eher wütende oder aufmunternde Texte guttun.

5. Freunde um Hilfe bitten: „Bitten Sie Ihre Freunde, Ihnen vier Gründe aufzuschreiben, warum Sie ein toller Mensch sind“, so Krüger. Auch wenn dies zunächst peinlich klingt, kann es doch helfen. Viele Menschen beginnen bei einer Trennung, an sich selbst zu zweifeln. Daher tut es gut, wenn man von anderen vor Augen geführt bekommt, wie einzigartig man selbst eigentlich ist.

6. Kontakt vermeiden: Auch wenn es schwer fällt, sollte der Kontakt zum Ex-Partner auf ein Minimum reduziert werden. „Jeder Kontakt lässt den Liebeskummer neu aufflammen“, meint Wolf. Dies gilt auch für soziale Netzwerke.

7. Draußen aktiv sein: Beschäftigungen an der frischen Luft helfen grundsätzlich, sich gut zu fühlen und lenken ab. Egal ob es sich dabei um Holz hacken, Gartenarbeit oder Autopflege handelt. Anders als drinnen, gibt es hier viele ungeahnte Impulse. Vögel zwitschern, ein Plausch mit einem Nachbarn, Ärger über einen Radfahrer, der auf dem Gehweg fährt: Um sich von seinen eigenen Gefühlen abzulenken, ist dies alles Gold wert.

8. Kein Beziehungs-Hopping: Sich in eine Affäre zu stürzen, ist Experten zufolge ganz okay, eine neue Beziehung sollte aber nicht gleich begonnen werden. „Diesen Fehler machen Männer gerne, um Einsamkeit zu vermeiden“, erläutert Krüger. Allerdings seien diese Bindungen meist nicht von Dauer. Die Wahrheit dahinter sei, dass man für eine neue Beziehung noch gar nicht bereit sei, sondern lediglich Ablenkung suche.

9. Sich verwöhnen: Wolf rät: „Tun Sie sich regelmäßig etwas Gutes mit Sauna, Massagen oder Kosmetikbesuchen.“ Des weiteren kann Liebeskummer ein guter Vorwand zum Shoppen sein. „Experimentieren Sie mit einem neuen Kleidungsstil oder neuen Klamotten.“

10. Was daraus lernen: Man sollte aus Trennungen auch etwas lernen. „Wenn ich mich nicht mit meinen eigenen Fehlern und den Gründen des Scheiterns auseinandersetze, mache ich in der nächsten Beziehung vielleicht wieder die gleichen Fehler“, so Krüger. „Möglicherweise sind Sie am Ende sogar froh und können sich sagen: Die nächste Partnerschaft wird besser!“

Neben den zehn Tipps die in der dpa-Meldung gegeben werden, gibt es auch aus der Naturheilkunde einige Ratschläge, mit denen man Liebeskummer begegnen kann. So könne etwa ein angenehm temperiertes Bad mit farbigen Rosenblüten über die Sinne dazu verhelfen, die Selbstliebe (wieder) zu stärken. Zudem kann die Bachblütentherapie bei der Verarbeitung des Liebeskummers helfen. (ad)

Bild: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

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