Zu dicke thailändische Mönche

Fabian Peters

Gesundheitsbehörde über der Gesundheit der Mönche Thailands besorgt

01.08.2012

Die Mönche in Thailand haben durchschnittlich deutlich zu dicke Bäuche. Laut Medienberichten hat sich daher nun die Gesundheitsbehörde des Landes eingeschaltet und die Bevölkerung dazu aufgefordert, bei ihren Opfergaben auf gesünderes Essen zu achten.

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Die meisten Menschen haben bei dem Gedanken an thailändische Mönche, asketische Körper im Sinn, die eher auf Mangelerscheinungen als auf Gewichtsproblemen hinweisen. Doch eine aktuelle Untersuchung der thailändischen Gesundheitsbehörde hat ergeben, dass viele Mönche zu dick sind und angesichts des bestehenden Übergewichts mit gesundheitlichen Beschwerden wie Diabetes, Bluthochdruck oder Magengeschwüren zu kämpfen haben.

Speisen der Mönche zu fett- und zuckerhaltig
Der Ernährungsplan der thailändischen Mönche fällt denkbar simpel aus. Sie essen, was ihnen die Menschen in ihre Opferschalen legen. Da das gespendete Essen jedoch oftmals besonders fettreich und zuckerhaltig ist, leiden viele von Thailands Mönchen an Gewichtsproblemen. Die Gesundheitsbehörde des Landes will dies nun offenbar nicht länger hinnehmen und hat daher an die Bevölkerung appelliert, bei den Spenden stärker auf gesundes Essen zu achten. Während des Morgens ziehen die buddhistische Mönche mit ihren Opferschalen durch die Straßen und erhalten von den Gläubige meist frisch gekochten Speisen. Eigentlich meinen die meisten Spender es mit den Mönchen besonders gut und servieren ihnen daher regelrechte Kalorienbomben. Sie erhoffen sich durch die großzügige Spende einen positiven Effekt auf ihr Karma. Doch tatsächlich bringen die gespendeten Lebensmittel für die Mönche einige Probleme mit sich.

Fast die Hälfte der thailändischen Mönche ist zu dick
Wie die thailändische Behörde für Gesundheitsförderung bei der Untersuchung von 246 Geistlichen feststellte, sind 45 Prozent zu dick. Außerdem haben 40 Prozent der Mönche typische ernährungsbedingte Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Magengeschwüren oder Allergien. Das ungesunde gespendete Essen mache die Mönche krank und dick, so das Fazit der Experten. Die Bevölkerung sei daher dazu aufgefordert, bei ihren milden Gaben verstärkt an die Gesundheit der Mönche zu denken. Auch in puncto Karma lässt sich vermutlich mehr erreichen, wenn die Mönche nicht in Folge der Spenden erkranken. Alle Gläubigen seien aufgefordert, den Mönchen künftig gesünderes Essen zu spenden.

Tägliches Fasten als Ursache für Übergewicht?
Allerdings müssen auch die Mönche selbst laut Aussage der Behörde einen Beitrag zu ihrer Gesundheit leisten. Hier sei zum Beispiel eine Reduzierung des Limonade-Konsums gefragt. Während des täglichen Fastens, das bei den thailändischen Mönchen vom Mittag bis zum anschließenden Morgen dauert, versuchen viele der Geistlichen mit Limonade und anderen zuckerhaltigen Softdrinks das Hungergefühl zu unterdrücken, mit entsprechend negativem Effekt für ihre Gesundheit. Auch gaben 43 Prozent der Mönche an, lediglich aus diesem Grund zu rauchen. Der eigentlich positive gesundheitliche Effekt des Fastens, wird damit bei den thailändischen Mönchen häufig ins Gegenteil verkehrt. Mit Heilfasten hat die die Praxis der Geistlichen Thailands an dieser Stelle quasi nichts mehr gemein. (fp)