DAK schließt sich mit der BKK Gesundheit zusammen

Sebastian

Die Krankenkassen DAK und BKK Gesundheit wollen fusionieren.

(01.07.2010) Immer mehr gesetzliche Krankenkassen wollen fusionieren. Nun könnte die zweit größte Krankenkasse in Deutschland entstehen, denn die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) und die Betriebskrankenkasse BKK Gesundheit wollen sich zu einer Kasse zusammen schließen.

Der finanziellle Druck auf die Krankenkassen wird immer größer. Es scheint, als würden nun viele Kassen ihr Heil in Zusammenschlüsse suchen. Und das ist auch gut so, denn als große Krankenkasse können finanzielle Unwegsamkeiten besser ausbalanciert werden. Nachdem Anfang des Jahres die Barmer und Gmünder Ersatzkasse sich zu einer großen Krankenkasse zusammenschlossen, versucht nun auch die DAK und die BKK Gesundheit ihr Glück in der Fusion. Die neue Krankenkasse soll dann "DAK Gesundheit" heißen und wäre nach dem Zusammenschluss die zweit größte Kasse in der Bundesrepublik.

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Der DAK Vorsitzende Herbert Rebscher sagte gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD), dass eine neue große Krankenkasse gestärkter in Verhandlungen mit den Arzneimittelherstellern gehen könne. Erst gestern stellte das Bundesgesundheitsministerium einen neuen Gesetzesentwurf vor. Demnach müssen Pharmaunternehmen zukünftig die Preise für Arzneimittel mit den Kassen aushandeln. Kommt es zu keiner Einigung, entscheidet eine staatliche Schiedsstelle. Als große Krankenkasse können die Verhandlung mehr auf Augenhöhe geführt werden. Rebscher stellte zudem klar, dass eine große Krankenkasse besser auf die wachsenden wirtschaflichen Aufgaben reagieren kann. Eine große Krankenkasse verfügt über eine ausgeglichene Versichertenstruktur. Kleine GKV´s können schnell in Bedrängnis geraten, auch wenn nur wenige "Risiko-Patienten" in der Kasse versichert sind.

Wann genau der Zusammenschluss statt finden wird, steht noch nicht fest. Laut DAK-Chef würden die Verhandlungen schon seit über einem Jahr geführt werden. Die Leitung soll jeweils von beiden Kassen zu gleichen Anteilen übernommen werden. Ob im Zuge der Fusion ein Personalabbau statt finden wird, kann zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Erst nach den Verhandlungen sollen genaue Pläne zur Fusion veröffentlicht werden. Das finanzielle Polster dürfte allerdings bei beiden Kassen ausgewogen sein, DAK und BKK Gesundheit erheben seit Anfang des Jahres einen pauschalen Zusatzbeitrag von ihren Versicherten. Bei einem Zusammenschluss ändern sich die Leistungen für die Versicherten nicht. (sb)