Zustand des Osnabrücker Mers-Patienten kritisch

Heilpraxisnet

Zustand des Osnabrücker Mers-Patienten sehr kritisch

09.03.2015

Der Gesundheitszustand des Osnabrücker Patienten, der sich mit dem gefährlichen Mers-Virus infiziert hat, ist sehr schlecht. Der 65-jährige Mann hatte sich bei einer Urlaubsreise angesteckt. Es ist der dritte Fall bei dem das tödliche Mers-Virus in Deutschland diagnostiziert wurde.

„Zutand ist extrem kritisch“
Der Gesundheitszustand des Patienten in Osnabrück, der sich mit dem Coronavirus Mers (Middle East Respiratory Syndrome) infiziert hat, ist sehr schlecht. Einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa zufolge erklärte der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie im Osnabrücker Marienhospital, Martin Beiderlinden am Sonntag: „Der Zustand ist extrem kritisch.“ Es sei keine Prognose möglich. Wie mitgeteilt wurde, hatte sich der 65-jährige Mann aus Nordrhein-Westfalen während einer Urlaubsreise in die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem gefährlichen Virus angesteckt. Er wurde an eine Lungenmaschine angeschlossen und wegen eines Nierenversagens wird auch sein Blut gewaschen. Der Patient sei nur zeitweise bei Bewusstsein.

Mitreisende des Patienten werden gesucht
Laut Peter Tenhaken vom Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück werden rund 100 Menschen, mit denen der Mann in der Familie und in zwei Krankenhäusern Kontakt hatte, auf eine Infektion überprüft. Das zuständige Labor konnte am Sonntag bereits bei 14 Untersuchungen Entwarnung geben. Wie es heißt, werde derzeit auf die weiteren Ergebnisse gewartet. Tenhaken zufolge soll über das Reisebüro Kontakt zu weiteren Mitreisenden aufgenommen werden. Der Osnabrücker Patient ist der dritte bekannte Fall einer Mers-Erkrankung in Deutschland. Im März 2013 war ein 73-jähriger Mers-Patient aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in München gestorben. Ein in Essen behandelter Patient überlebte die gefährliche Krankheit.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Das niedersächsische Gesundheitsministerium hatte am Wochenende mitgeteilt, dass für die Bevölkerung keine Gefahr besteht. Das Virus wurde zum ersten Mal im September 2012 bei einem Patienten mit einer schweren Atemwegsinfektion identifiziert. Eine Mers-Erkrankung beginnt normalerweise mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Husten und Kurzatmigkeit. Mers kann bei schweren Verläufen aber auch zu einer Lungenentzündung oder Nierenversagen führen. Das Virus hat Ähnlichkeit mit dem Sars-Virus. Es gilt zwar als weniger ansteckend, führt aber häufiger zum Tod, als dies bei vielen anderen Infektionskrankheiten der Fall ist. Ein Heilmittel oder einen Impfstoff gegen die gefährliche Krankheit gibt es bislang nicht. (ad)

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