Zwei Stunden mit Messer im Kopf zur Klinik

Heilpraxisnet

100 Kilometer lange Autofahrt mit Messer im Kopf

31.12.2014

Rund 100 Kilometer musste ein Mann in Brasilien am Wochenende zum nächstgelegenen Krankenhaus fahren. Dabei hatte er ein 30 Zentimeter langes Messer im Kopf stecken. Der 39-Jährige war während eines Streits attackiert worden und erreichte nach zweistündiger Fahrt die Klinik. Mittlerweile sei der Patient wohlauf.

30 Zentimeter langes Messer im Kopf
Am Wochenende musste ein Mann in Brasilien mit einem 30 Zentimeter langen Messer im Kopf rund hundert Kilometer weit ins nächstgelegene Krankenhaus fahren. Ana Flavia Soares, die Sprecherin des Krankenhauses in der Stadt Teresina sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: „Er kam Sonntagmorgen um halb vier Uhr und wurde zwei Stunden später operiert.“ Insgesamt habe der Eingriff drei Stunden gedauert und der Patient sei wohlauf. „Es geht ihm gut und er hat keine Spätfolgen“, so Soares.

Bei Party mit Messer attackiert
Den Angaben zufolge war der 39-jährige Motorradtaxifahrer Juacelo Nunes während eines Streits auf einer Party in der Ortschaft Agua Branca im Bundestaat Piaui im Nordosten Brasiliens mit einem Messer attackiert worden – zweimal im Brustkorb, einmal an einer Schulter und einmal am Kopf. Nach Angaben der Ärzte durchstach das Messer seinen Kopf knapp über dem linken Auge. Die Klinge drang durch den Mund hindurch bis zum rechten Kieferknochen vor. Nunes wurde von Angehörigen mit dem Messer im Kopf ins 100 Kilometer entfernte Teresina gefahren, der Hauptstadt vom Bundesstaat Piaui, wo sich das nächstgelegene Krankenhaus befindet.

Zwei Stunden lange Fahrt zum nächsten Krankenhaus
Der Patient blieb während der zwei Stunden langen Fahrt bei klarem Verstand. „Das Messer hat mehrere Nerven und Venen durchbohrt, das kann zum Tod führen“, erklärte der Arzt Gilberto Albuquerque. Der Mediziner sei erstaunt über die schnelle Genesung des Patienten. Angaben von Krankenhaussprecherin Soares zufolge muss der Mann allerdings noch einige Tag im Krankenhaus bleiben. Sie sagte, seine „schlimmste“ Wunde sei eine Verletzung am Lungenflügel.

Vier Eisenstäbe verschluckt
Es ist immer wieder erstaunlich, mit welch schlimmen Verletzungen oder Fremdkörpern im Leib Menschen überleben können. In skurrilen Fällen fügen sich manche Personen solche Probleme auch selbst zu. So wurde etwa im September darüber berichtet, dass ein Schamane in Nepal vier zwölf bis 15 Zentimeter lange Eisenstäbe verschluckt hatte. Die Eisenstäbe blieben zwei Monate lang im Körper des 47-Jährigen, bevor sie von Ärzten entfernt wurden. Den Angaben zufolge hatte der Mann in der Zeit lediglich über Magenschmerzen, Fieber und Brechanfälle geklagt. (ad)

Bild: Peter Smola / pixelio.de

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