Bioresonanztherapie

Susanne Waschke

Der Arzt Franz Morell und der Elektroingenieur Erich Rasche haben die Bioresonanztherapie ins Leben gerufen. Der Begriff setzt sich aus dem griechischen Wort bios gleich Leben und dem lateinischen resonare gleich widerhallen, mitschwingen, zusammen. Häufig wird diese Therapie auch MORA-Therapie genannt, zusammengesetzt aus den Anfangsbuchstaben der Namen der beiden Begründer. Die Bioresonanztherapie arbeitet mit den Schwingungen des Körpers, das heißt, auf energetischer Ebene. Das Wissen, dass jedes Lebewesen Informationen aussendet, beziehungsweise ein individuelles elektromagnetisches Feld besitzt, ist die Grundlage für diese Therapie. Untersuchungen in der Biophysik ergaben, dass Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper elektromagnetischen Schwingungen unterliegen. Auch Organe besitzen ein individuelles Energiepotential. Wie in der Homöopathie, in der Schwingungen bestimmter Pflanzen auf den Menschen übertragen werden, beeinflussen Frequenzen in der Bioresonanztherapie Abläufe im Körper, um diesen Körper umzustimmen, Gifte auszuleiten und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Inhalt:
Bioresonanztherapie
Verfahren der Bioresonanztherapie
Veränderungen der Schwingungsmuster
Indikationen
Ablauf einer Behandlung
Erstreaktionen auf eine Bioresonanztherapie
Allergiebehandlung mit der Bioresonanztherapie
Grundvoraussetzungen für Bioresonanztherapie

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Verfahren der Bioresonanztherapie

Gearbeitet wird in der Therapie mit einem Gerät, das Dr. Franz Morell entwickelt hat, und welches seit 1977 zum Einsatz kommt. Mittels verschiedenen Elektroden, die an Hand, Fuß, an Akupunkturpunkten oder über Organen angebracht werden, nimmt das Gerät die Schwingungen des gesamten Organismus auf.

Wichtig für das Verfahren der Bioresonanztherapie ist die Vorstellung, dass der Körper zwei verschiedene Schwingungsarten enthält, nämlich physiologische und pathologische Schwingungen. Die Naturheilkunde beschäftigt sich schon lange mit Energiefeldern und setzt dieses Wissen in den verschiedensten Therapieformen, wie zum Beispiel der Steinheilkunde und Farbtherapie ein.

Die körpereigenen Frequenzen gelangen über die Elektroden in das Bioresonanzgerät. Die physiologischen Schwingungen werden dabei von den pathologischen getrennt. Die negativen Schwingungen werden umgekehrt, das heißt in ihr Spiegelbild versetzt, die harmonischen Energien werden verstärkt, die disharmonischen abgeschwächt und anschließend dem Körper verändert wieder zurückgegeben. Hierbei wird stets ohne Fremdenergie, ausschließlich mit körpereigener Energie, gearbeitet.

Jeder Mensch besitzt sein ganz individuelles Frequenzmuster. Wirken Stoffe, wie zum Beispiel Viren, Bakterien, Gifte oder Allergene auf den Körper ein, so wird das elektromagnetische Gleichgewicht gestört. Die Eindringlinge, die ebenso Energien aussenden, verändern das Zusammenspiel der Zellen. Sind diese nicht mehr zu normaler Kommunikation fähig wird der Körper krank.

Das Bioresonanzgerät kann die körpereigenen Schwingungen ermitteln, diese mit einem sogenannten Sollwert vergleichen und anschließend die negativen Schwingungen wieder neutralisieren, das heißt das kranke Frequenzmuster wieder ins Gleichgewicht bringen.

Die grundlegendste Wirkung der MORA-Therapie liegt darin, dass belastende, schädigende Stoffe im Körper zerstört , die körpereigene Entgiftung stimuliert und somit die Selbstheilungskräfte angeregt werden. Der Bioresonanztherapie ist kein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren. Sie gehört zu den Therapien der Erfahrungsmedizin, wie die meisten Therapien in der Naturheilkunde.

Veränderungen der Schwingungsmuster

Verschiedenste Einflüsse tragen dazu bei, dass sich das Schwingungsmuster in uns verändern kann. Belastungen aus der Umwelt, eindringende Erreger, Schwermetalle und Vieles mehr dringen in den Organismus ein und stören somit die biochemischen Stoffwechselabläufe. Wenn davon ausgegangen wird, dass diese Stoffe ebenso Schwingung besitzen, ist zu folgern, dass sie die körpereigenen Frequenzen durcheinanderbringen können. Der Körper wird also durch die elektromagnetischen Störungen negativ beeinflusst, Krankheiten somit Tür und Tor geöffnet.

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Die Bioresonanztherapie wird zum Beispiel gegen Pollenallergien eingesetzt. Bild: Gerhard Seybert/fotolia.com

Indikationen

Die Indikationen für eine Bioresonanztherapie sind vielfältig. An erster Stelle stehen Allergien (Pollenallergie & Heuschnupfen), Unverträglichkeiten, akute und chronische Schmerzzustände, sowie Stoffwechselerkrankungen und psychosomatische Erkrankungen. Jedoch gibt es nahezu keine Erkrankung, bei der die Bioresonanztherapie nicht zum Einsatz kommen kann. Sie ist frei von Nebenwirkungen, sehr schonend und ist deshalb auch gut für Kinder geeignet. Je nach Ausgangslage des Patienten, wird ein individueller Therapieplan erstellt. Demnach variiert auch die festgelegte Anzahl der Therapiesitzungen.

Ablauf einer Behandlung

Nach einer ausführlichen Anamnese wird der Patient durch Elektroden an Stirn, Händen und Füßen mit dem Bioresonanzgerät verbunden. Die körpereigenen Schwingungen werden vom Gerät aufgenommen, gefiltert, verstärkt oder geschwächt. Die vollkommen schmerzfreie Behandlung wird im Liegen oder im Sitzen durchgeführt. Die erste Behandlung dauert ungefähr eineinhalb Stunden, die Folgebehandlungen zwischen dreißig und fünfundvierzig Minuten.

Erstreaktionen auf eine Bioresonanztherapie

Ähnlich wie bei der Homöopathie, kann es nach einer Bioresonanztherapie zu einer sogenannten Erstverschlimmerung kommen. Diese ist jedoch meist nur von kurzer Dauer und zeigt auf, dass der Körper positiv auf die Behandlung reagiert.

Da durch die MORA-Therapie der Körper dazu angeregt wird, Gifte nach außen zu bringen, wird den Patienten stets geraten, reichlich Flüssigkeit in Form von stillem Wasser zu sich zu nehmen. Zusätzlich werden Bürstenmassagen, Saunagänge und kalte Güsse empfohlen. In manchen Fällen werden zur Unterstützung noch geeignete Ausleitverfahren, wie zum Beispiel spezielle zusammengestellte Teemischungen, Schröpfmassagen oder phytotherapeutische Mittel mit eingesetzt.

Allergiebehandlung mit der Bioresonanztherapie

Am häufigsten kommt die Bioresonanztherapie bei Allergien zum Einsatz. Die Information des Allergens wird umgewandelt, das heißt in das Gegenteil umgekehrt und anschließend dem Organismus wieder zugeführt. Daraufhin werden die gespeicherten Energiemuster abgeschwächt. Dies wird mehrmals wiederholt, bis die gespeicherte Frequenz, die zur Allergie führte, eliminiert wird. Zusätzlich muss der Patient noch für eine Weile das Allergen meiden.

Grundvoraussetzungen für Bioresonanztherapie

Die Basis für ein gutes Gelingen ist eine ausgewogene Ernährung, die fettarm, ballaststoffreich, frei von Zucker und arm an tierischem Eiweiß sein sollte. Wichtig ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, mit mindestens zwei Liter stillem Wasser am Tag. Der Betroffene sollte sich bewegen und für ausreichend Entspannung sorgen. (sw)

Bild: Sigrid Rossmann / pixelio.de