Bluterbrechen (Hämatemesis)

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Bluterbrechen weist in der Regel auf eine Erkrankung in der Speiseröhre, dem Magen oder Zwölffingerdarm hin. In jedem Fall ist ärztliche Hilfe notwendig, bei schwallartigem Bluterbrechen sollte ein Krankenhaus aufgesucht bzw. der Notarzt gerufen werden.

Haeufige Ursachen fŸr Bluterbrechen aus dem oberen Magen-Darm-Bereich sind: Magen- und Zwoelffingerdarm-Geschwuere (Ulkusleiden).Krampfadern in der Speiseroehre (Oesophagusvarizen) oder im Magen (Magenfundusvarizen).Schleimhauteinrisse in der vorgeschaedigten Speiseroehre oder im Magen, zum Beispiel nach heftigem Erbrechen oder reichlichem Essen [Abdruck nur mit Honorar, Namensnennung und Belegexemplar Henning Riediger Tannenhof 117c 22397 Hamburg Tel. 040/6080742 E-Mail: henning.riediger@t-online.de Steuer-Nr. 50/198/00549 USt.-IdNr: DE 118420134 Bankverbindung: Hamburger Sparkasse BLZ 200 505 50 Konto-Nr. 1299/475663 IBAN DE 27 2005 0550 1299 475663 BIC HASPDEHH]
(Bild: Henrie/fotolia.com)

In mindestens der Hälfte der Fälle findet sich als Ursache für Blut im Erbrochenen ein Geschwür in Magen (Ulcus ventriculi) oder Zwöffingerdarm (Ulcus duodeni). Ebenso kommen als Ursache für Bluterbrechen Entzündungen oder Tumoren im Bereich von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm in Frage. Lebensbedrohlich ist die (meist schwallartige) Blutung aus Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen), die allerdings weniger häufig vorkommt. Tritt die Blutung nach heftigem Würgen und Erbrechen ein, handelt es sich wahrscheinlich um Einrisse der Speiseröhrenschleimhaut, dem sog. Mallory-Weiss-Syndrom.

Die Farbe des Blutes gibt erste Hinweise auf den Herd des Geschehens. Hellrotes Blut stammt aus Speiseröhre oder Mundhöhle, während dunkelrotes bis schwarzes Blut auf Magen und Zwölffingerdarm hindeuten, da die Färbung beim Kontakt des Blutes mit der Magensäure entsteht.

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Eine Spiegelung (Endoskopie) von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm dient der sicheren Lokalisation der Blutungsquelle, die ggfs. geschlossen wird (durch Verödung, Zunähen, Kleben). Bei starkem Flüssigkeitsverlust muss als Ausgleich dringend Ersatzflüssigkeit mittels einer Venenkanüle zugeführt werden. Anschließend sollte eine Behandlung nach der gefundenen Ursache erfolgen. (Heilpraktikerin, Jeanette Viñals Stein, 06.12.2009)

Bild1: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de