Durchbrechgefühl
In der Lendenwirbelsäule tritt dieses Gefühl häufig nach langem Stehen, Gehen oder beim Heben von Lasten auf.
Durchbrechgefühl: Schmerzen in der Wirbelsäule
Viele Menschen mit Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule beschreiben diese als Gefühl des Durchbrechens. Dies ist meist im Bereich des Übergangs zwischen der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein (zwischen fünftem Lendenwirbel und erstem Kreuzbeinwirbel, also L5/ S1) oder am Übergang von der Hals- zur Brustwirbelsäule (dem sog. Nacken) der Fall.
In der Lendenwirbelsäule tritt dieses Gefühl häufig nach langem Stehen, Gehen oder beim Heben von Lasten auf. In der Halswirbelsäule klagen Betroffene häufig nach langem Sitzen oder wenn sie den Kopf in den Nacken nehmen mussten (Haarewaschen beim Frisör, Segelkurs, etc..) über dieses unangenehme Gefühl. Es müssen nicht unbedingt Schmerzen auftreten, im Vordergrund steht häufig das Gefühl der Instabilität.
Ein Therapeut, der die Körperwahrnehmung des Patienten ernst nimmt, deutet aus dieser Beschreibung, dass hier die Druckverteilung nicht optimal ist- dass dieser Bereich überlastet oder aus anderen Gründen nicht stabil ist. Häufig sind die darüber- und darunterliegenden Wirbelsäulenabschnitte sehr fest, so dass wohl der als instabil empfundene Bereich dauerhaft überlastet wurde, weil er Bewegungen und Belastungen für die anderen festen Wirbelsäulenabschnitte kompensieren musste. Nun ist er nicht mehr belastbar, was als Durchbrechgefühl empfunden wird.
Bei einem Teil der Betroffenen wird mit bildgebenden Verfahren festgestellt, dass sie einen sogenannten Gleitwirbel
(Spondylolisthesis) haben. Dies ist ein Wirbel, der in seiner Position verschoben ist. Hier gibt es unterschiedliche Schweregrade der Verschiebung (nach Meyerding) und der Beschwerden.
Bei allen diesen Symptomatiken ist es wichtig, über die betroffenen Stellen hinaus den Körper zu untersuchen und die Gesamtstatik zu berücksichtigen, die zu einer Instabilität geführt hat. (Heilpraktiker und Osteopath, Thorsten Fischer, 25.11.2009)