Ellenbogenschmerzen

Wenn der Ellenbogen schmerzt: Ellenbogenschmerzen

Ellenbogenschmerzen

Bei vielen Sportarten und Tätigkeiten benötigen und beanspruchen wir den Ellenbogen stark, wie beim Tragen von Taschen, beim Tennis- und Tischtennisspielen, beim Schrauben, etc. Neben dieser mechanischen Sport- und Alltags-Belastung, ist der Ellenbogen durch das massive Herausstehen des Knochens auch bei Stürzen und Stößen für Blessuren anfällig. Das Ellenbogengelenk besteht aus drei Knochen: Oberarm, Elle und Speiche (Unterarm).

Doch nicht nur das Gelenk selbst, sondern auch Strukturen die hier ansetzen oder vorbeilaufen, können Beschwerden verursachen.

Mechanische Belastungen wie z.B. das Aufstützen des Ellenbogens können den N. Ulnaris, der die Kleinfingerseite der Hand versorgt, in einem Tunnel abquetschen und so Beschwerden auslösen. Geschieht dies akut, nennt man das Phänomen „Musikantenknochen“ (englisch „Funny bone“). Ansetzende Muskeln und ihre umgebenden Hüllen, die Faszien, können auch gereizt sein- ein klassisches Beispiel ist der Tennisellenbogen.

Beim Tennisellenbogen liegt oftmals eine deutlich erhöhte Grundspannung in den Muskeln auf dem Schulterblatt vor, die den Arm nach aussen drehen. Normalerweise hat der Arm die Tendenz des nach aussen drehens- durch Tätigkeit z.B. mit der Maus, wird er ständig nach innen gedreht und diese Muskeln kommen unter Spannung und klemmen den Nerven ab, der das Areal versorgt, wo die Beschwerden, die als Tennisarm bezeichnet werden, auftreten. Fragt man Betroffene, so geben diese häufig an, daß es ihnen hinten am Arm zur Schulter zieht. Dies ist ein Hinweis, daß an der Engstelle am Schulterblatt der Radialisnerv und evtl. auch der Trizepsmuskel abgeklemmt werden.

Wenn die angrenzenden Sehnenscheiden und Muskelansätze nach Beanspruchung (Tätigkeiten wie Spachteln, Arbeiten mit der Maus, Stricken, etc..) schmerzen, dann muß auch mit in Betracht gezogen werden, daß womöglich eine über den Ellenbogen hinausgehende Problematik vorliegt. Gefäße können vorher an der Schulter komprimiert werden, so daß es zu einem Stau kommt oder Nerven abgedrückt und gereizt werden. Das erklärt auch, warum häufig Therapieansätze, die nur den Ellenbogen und keine Verbindungen in ihr Konzept einbeziehen, zu kurz greifen und keine zufriedenstellenden dauerhaften Therapieergebnisse bringen. (Heilpraktiker, Thorsten Fischer, 02.11.2009)