Ellenbogenschmerzen

Schmerzen am Ellenbogen

Wenn der Ellenbogen schmerzt: Ellenbogenschmerzen

Bei vielen Sportarten und Tätigkeiten benötigen und beanspruchen wir den Ellenbogen stark, wie beim Tragen von Taschen, beim Tennis- und Tischtennisspielen, beim Schrauben, etc. So können Ellenbogenschmerzen den Alltag stark einschränken. Neben dieser mechanischen Sport- und Alltags-Belastung, ist der Ellenbogen durch das massive Herausstehen des Knochens auch bei Stürzen und Stößen für Blessuren anfällig.

Ellenbogenschmerzen:
Ellenbogenschmerzen
Synonyme
Symptome und Beschwerden bei Ellenbogenschmerzen
Ursachen

 

Synonyme

Ellenbogenbeschwerden, elbow pain, funny bone, Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Musikantenknochen, Schmerzen am Ellenbogen.

Symptome und Beschwerden bei Ellenbogenschmerzen

Das Ellenbogengelenk besteht aus drei Knochen: Oberarm, Elle und Speiche (Unterarm).
An allen dreien können unterscheidliche Beschwerden auftreten. Doch nicht nur das Gelenk selbst, sondern auch Strukturen die hier ansetzen oder vorbeilaufen, können Beschwerden verursachen. Dies kann zu ziehenden Schmerzen bis in den Unterarm führen. Aber auch punktuelle Schmerzen am Ellenbogen können bei bestimmten Bewegungen auftreten.

Teilweise klagen Betroffene über Schmerzen bei Tätigkeiten wie dem Bedienen der Maus, bei Alltagstätigkeiten wie Bügeln oder bei handwerklichen Tätigkeiten wie Spachteln oder Streichen. Schmerzen tief im Gelenk werden meist bei Tätigkeiten wie Werfen oder Überkopfarbeiten mit Gewicht angegeben. Das unter Zuhilfenahme der Körpersprache diagnostizierende und behandelnde Konzept des Fasziendistorsionsmodells (FDM) behandelt die punktförmigen Schmerzen durch starken Daumendruck, denn es sieht dieses Beschwerden als Ausdruck einer Störung im Knochen-Band-Übergang.

Ursachen

Mechanische Belastungen wie z.B. das Aufstützen des Ellenbogens können zum Beispiel den N. Ulnaris, der die Kleinfingerseite der Hand versorgt, in einem Tunnel abquetschen und so Beschwerden auslösen. Geschieht dies akut, nennt man das Phänomen „Musikantenknochen“ (englisch „Funny bone“). Betroffenen geben ein Ziehen bis in den Unterarm an. Es kann aber auch zu punktförmigem Schmerzen direkt an dem Knochen kommen, der den Tunnel bildet. Denn ansetzende Muskeln und ihre umgebenden Hüllen, die Faszien, können auch gereizt sein und hier an ihrem Ansatz Schmerzen verursachen- ein klassisches Beispiel ist der Golferellenbogen (am Innenarm). Ist die Symptomatik aussen am Ellenbogen, nennt man es Tennisellenbogen.

Beim Tennisellenbogen liegt oftmals eine deutlich erhöhte Grundspannung in den Muskeln auf dem Schulterblatt vor, die den Arm nach aussen drehen. Normalerweise hat der Arm die Tendenz des nach aussen drehens- durch Tätigkeit z.B. mit der Maus, wird er ständig nach innen gedreht und diese Muskeln kommen unter Spannung und klemmen den Nerven ab, der das Areal versorgt, wo die Beschwerden, die als Tennisarm bezeichnet werden, auftreten. Fragt man Betroffene, so geben diese häufig an, daß es ihnen hinten am Arm zur Schulter zieht und manchmal kommt es auch zum Schulterstechen. Dies ist ein Hinweis, daß an der Engstelle am Schulterblatt der Radialisnerv und evtl. auch der Trizepsmuskel abgeklemmt werden könnten.

Wenn die angrenzenden Sehnenscheiden und Muskelansätze nach Beanspruchung (Tätigkeiten wie Spachteln, Arbeiten mit der Maus, Stricken, etc..) schmerzen, dann muß auch mit in Betracht gezogen werden, daß womöglich eine über den Ellenbogen hinausgehende Problematik vorliegt. Gefäße können vorher an der Schulter komprimiert werden, so daß es zu einem Stau kommt oder Nerven abgedrückt und gereizt werden. Das erklärt auch, warum häufig Therapieansätze, die nur den Ellenbogen und keine Verbindungen in ihr Konzept einbeziehen, zu kurz greifen und keine zufriedenstellenden dauerhaften Therapieergebnisse bringen. Manuelle Diagnose- und Behandlungskonzepte wie Rolfing oder Osteopathie tragen dieser Tatsache Rechnung, in dem sie auch andere Regionen untersuchen und gegebenenfalls behandeln. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie 02.11.2009, geändert am 09.08.2011)