Fersenschmerzen

Schmerzen an der Ferse

Schmerzen an den Fersen

Schmerzen im hinteren Bereich des Fusses bezeichnet man als Fersenschmerz, nach dem dort befindlichen Knochen- dem Fersenbein, das das bildet, was wir umgangssprachlich den Hacken nennen. Fersenschmerzen sind für Betroffene sehr einschränkend, weil sportliche Aktivitäten und gehen allgemein sehr schmerzhaft und häufig undurchführbar sein können.

Fersenschmerzen:
Synonyme
Symptome und Beschwerden
Funktionelle Ursachen von Fersenschmerzen

 


Synonyme

Hackenschmerzen, Fersenbeschwerden, Schmerzen an der Ferse, Fersenbeinschmerzen, heel pain, Fersenschmerzen, Schmerzen an den Fersen.

Symptome und Beschwerden

Die Schmerzen können sowohl unter dem Fuß als auch am Ansatz der Achillessehne (siehe auch: Achillessehnenschmerzen) auftreten. Im manuellen Konzept des Fasziendistorsionsmodells (FDM), das unter Zuhilfenahme der Körpersprache arbeitet, findet man bei Betroffenen häufig punktförmige Schmerzen unten oder hinten an der Ferse, die mit starkem Daumendruck behandelt werden oder einen ziehenden Schmerz hinten an der Ferse.

An dem Fersenknochen setzt unter dem Fuss eine derbe Bindegewebsplatte- die sog. Plantaraponeurose, die das Fussgewölbe bildet und stärkt- an und hinten am Ende der Wade, die beiden Wadenmuskeln, mit der sog. Achillessehne. Beschwerden treten in der Regel bei Belastung des Fußes auf, wobei der Zeitpunkt differiert: Bei einigen ist es gerade die Anlaufphase, z.B. die ersten Schritte nach dem morgendlichen Aufstehen aus dem Bett oder nach langem Sitzen bei der Arbeit. Wiederum bei anderen Betroffenen tut es erst nach Belastung weh, z.B. nach einer längeren Gehstrecke oder nach dem Joggen. Aber auch Druckschmerz beim Barfußgehen auf unebenem Untergrund oder durch drückendes Schuhwerk an den betroffenen Stellen wird häufig von Betroffenen geäussert.

Funktionelle Ursachen von Fersenschmerzen

Es wird angenommen, dass zu starker Zug der Wadenmuskeln oder der starken Bindegewebsplatte unter dem Fuß zu einer Verknöcherung im Sehnen- Knochen- Übergang- dem sogenannten Fersensporn führt. Die Verknöcherung ist eigentlich eine sinnvolle Maßnahme des Organismus, um die Zugbelastung am empfindlichen Übergang der Weichteile in den Knochen dauerhaft auszuhalten. Aber auch Stoffwechseleinflüsse werden diskutiert. Kurioserweise findet man bei den Betroffenen häufig auch an dem beschwerdefreien Fuß eine Verknöcherung, bzw. einen Fersensporn, der aber keine Schmerzen verursacht.

Im Konzept der manuellen Diagnostik und Behandlung der Osteopathie wird deswegen über die Ferse hinaus geschaut, wie die allgemeine Spannungsverteilung und Statik sind. In der Körperarbeit des Rolfing wird auch der gesamte Organismus behandelt und versucht in eine ökonomischere Haltung zu bringen.

Auch kann eine Reizung des versorgenden Nerven schon an der Wirbelsäule oder auf seinem Weg zur Ferse die Beschwerden verursachen oder die Symptomatik sehr therapieresistent machen. Deswegen ist es wichtig, die Betroffenen auch nach Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen und Gesäßschmerzen zu fragen und Vorerkrankungen wie beispielsweise Wirbelgleiten oder den Morbus Bechterew abzuklären.

Die Beschwerden können den Lebensalltag der Betroffenen stark einschränken, da evtl. Joggen als Ausgleich zum stressigen Berufsalltag nicht mehr möglich ist und jede Wegstrecke zur Qual wird. Steigt man morgens aus dem Bett und kann die ersten Schritte zur Toilette oder zur Kaffemaschine nur unter Mühen und starken Schmerzen absolvieren, so wird man ständig daran erinnert, dass der Körper nicht in Ordnung ist. Auch können Schonhaltungen, mangelnde Bewegung und dadurch Verminderung der sozialen Aktivitäten häufig zu angenehmen Folgen und Begleiterscheinungen, wie Depressionen, Rückenschmerzen und Knieschmerzen führen. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 25.11.2009, geändert am 09.08.2010)