Fußschmerzen

Fußschmerzen: Schmerzen am Fuss

Fußschmerzen können den Alltag stark einschränken und nervig sein, wenn man sich nicht mehr adäquat und schmerzfrei fortbewegen kann. Die Schmerzen können ganz unterschiedlich lokalisiert sein. Bei vielen treten Fußschmerzen an der Fußsohle als Fußsohlenschmerzen auf, bei anderen häufig vorne am großen Zeh oder am Gelenk zum zweiten Zeh.

Fußschmerzen:
Synonyme
Häufige Symptome und Beschwerden bei Fußschmerzen
Funktionelle Ursachen von Fußschmerzen
Naturheilkunde bei Fußschmerzen
Dehnung nach Dr. DiGiovanni

Synonyme

Fußschmerzen, Schmerzen am Fuß, Fußbeschwerden, schmerzender Fuß, foot pain, Fersensporn, Fußsohlenschmerzen, Kontinuumdistorsion am Fuß, CD am Fuß, Triggerband Fascia plantaris, Plantar TB, Fußwurzelblockade, Schwangerschaftsfußschmerzen.

Häufige Symptome und Beschwerden bei Fußschmerzen

Fußschmerzen können, wie eingangs erwähnt, ganz unterschiedlich lokalisiert sein. Meistens treten sie an der Fußsohle in Form von Fußsohlenschmerzen auf. Hier dann meist am großen oder zweiten Zeh, mittig an der Innenseite oder Außenseite oder am Hacken als Fersenschmerzen. Teilweise werden von betroffenen Menschen aber auch Knöchelschmerzen als Fußschmerzen bezeichnet. Es gibt auch Fußschmerzen am Spann- diese sind meist mit einer verminderten Beugung des Fußes verbunden.

Häufig treten die Schmerzen bei starker Belastung (z.B. Fußschmerzen nach dem Joggen) oder nach einer Ruhephase auf- viele haben Menschen Fußschmerzen morgens oder Fußschmerzen nach dem Aufstehen. Leichte Bewegung tut dann oftmals gut. Daneben stellen bei vielen Barfußlaufen oder bestimmte Schuhe eine Belastung dar. Viele Frauen klagen auch über Fußschmerzen in der Schwangerschaft.

Funktionelle Ursachen von Fußschmerzen

Bei einer ganz hartnäckigen Problematik sollten strukturelle Ursachen wie beispielsweise ein Fersensporn oder eine Haglund- Exostose, Gefäßproblematiken wie chronische Durchblutungsstörungen, ein sogenannter Hallux valgus, Brüche, Bandabrisse, die auch Knöchelschmerzen verursachen können, ein Anfall an der Großzehe im Rahmen einer Gicht, ein Tarsaltunnelsyndrom, Osteoporose, Reaktive Arthritis, Polyneuropathie bei Diabetes und andere ausgeschlossen werden.
Häufig handelt es sich um Verspannungen der derben Bindegewebsplatte unter dem Fuß- der sogenannten Fascia plantaris. Häufig spürt man in der Praxis auch, dass das Kahnbein (Os naviculare) am Fuß etwas fester ist- was auf eine Blockade der Fußwurzelknochen schliessen lassen könnte.

Schmerzen an den Zehen werden als Gelenk oder Gelenkkapselprobleme angesehen. Nach dem Fasziendistorsionsmodell (FDM) handelt es sich bei den schmerzhaften Punkten in Gelenknähe um Störungen im Knochen- Band- oder Knochen- Kapsel- Übergang, die mit starkem Daumendruck behandelt werden. Ähnlich beurteilt das FDM punktuelle Fußschmerzen am Spann oder Fußschmerzen an der Ferse.

Naturheilkunde bei Fußschmerzen

Nach dem Fasziendistorsionsmodell werden die schmerzhaften Punkte behandelt oder die schmerzhafte Bahn unter dem Fuß- die als Verdrehung der Faszie (Triggerband) gesehen wird, die gelöst werden muss. Häufig ist die Problematik nicht sofort verschwunden. Da die Faszie unter dem Fuß so derbe ist, braucht es meist zwei bis drei Behandlungen.
In der Osteopathie wird die gesamte Statik betrachtet und nach Überbelastungen oder ungünstigen Spannungsverteilungen in Fuß und Bein geschaut.

In der Osteopathie sieht man die Plantaraponeurose wie die Kufe eines Schlittschuhs, die aber über dem Hacken weitergeht in die Achillessehne und über die Wadenmuskeln in die rückwärtige Oberschenkelmuskulatur bis zum Gesäß. Deswegen wird in der Osteopathie in einer Eingangsuntersuchung auch nach Gesäßschmerzen, Wadenschmerzen, Achillessehnenschmerzen und Rückenschmerzen gefragt. Patienten wurden sich natürlich darüber- da sie ja ursprünglich wegen Fußschmerzen gekommen sind.....
Ähnlich wird in der Methode des Rolfing verfahren. Auch hier werden Verbindungen und Körperstatik in Untersuchung und Behandlung miteinbezogen.

In der Chiropraktik werden vor allem die Fußwurzelknochen als blockiert angesehen und noch nach Blockaden am sogenannten Kreuz- Darm- Bein- Gelenk (Iliosakralgelenk= ISG), im Rahmen von Kreuzschmerzen, und am Rücken geschaut und gegebenenfalls gelöst.

Dehnung nach Dr. DiGiovanni:

Dr. Benedict DiGiovanni, Orthopädieexperte am Medical Center der Universität Rochester in New York, hatte schon 2004 entdeckt, dass bestimmte Dehnübungen am Fuß Beschwerden, die durch einen Fersensporn verursacht sein sollen oder Beschwerden der sogenannten Plantar fasciitis, einer reizung oder Entzündung der Plantaraponeurose (Bindegewebsplatte unter dem Fuß) lindern, bis ganz hinfällig machen. In der Marathonszene erregte er hiermit viel Aufsehen.

Er empfahl, auch die Achillessehne zu dehnen, bzw. zu stretchen:
1. Mit dem betroffenen Fuß sollte man hinter dem gesunden Fuß stehen. Die Zehen des hinteren Fußes sollten in Richtung der Ferse des vorderen Fußes zeigen und man sollte sich an eine Wand lehnen. Dann sollte man das vordere Knie vorbeugen, während das hintere Knie gestreckt gehalten werden sollte, mit der Ferse fest auf dem Boden- Halten und bis 10 zählen.

2. Für die Plantaraponeurose: Im Sitzen und den betroffenen Fuß über dem Knie platzieren. Mit der Hand auf der betroffenen Seite, die Zehen zum Schienbein zurückziehen, bis eine Dehnung Fuß spürbar ist. Den Daumen auf dem Fuß langfahren- hier sollte Spannung spürbar sein- wieder halten und bis 10 zählen. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)