Geschwollene Beine
Geschwollene Beine
Geschwollene Beine stellen neben der ästhetischen Komponente für Betroffene häufig auch bei der Fortbewegung eine Belastung dar. Wenn selbst kleinste Strecken nicht mehr leicht ohne Gehschwierigkeiten zu bewältigen sind, ist der Alltag soweit eingeschränkt, dass therapeutischer Handlungsbedarf besteht.
Geschwollene Beine:
Synonyme
Symptome und Beschwerden bei geschwollenen Beinen
Ursachen geschwollene Beine
Geschwollene Beine
Synonyme
Geschwollene Beine, Beinschwellung, Schwellung der Beine, angeschwollene Beine, Elephantiasis, Lipödem, overblown leg, swollen leg, fat leg, Stau im bein, Lymphstau im Bein, Lymphschwellung im Bein, Triggerband am Bein, Beintriggerband, Zylinder am Bein, Zylinderdistorsion am Bein, Leg CyD, Leistentriggerband, Leisten TB.
Symptome und Beschwerden bei geschwollenen Beinen
Wie eingangs erwähnt, können dauerhaft geschwollene Beine in den warmen Sommermonaten sehr belastend sein, wenn sie aus ästhetischen Gründen keine Freizeitaktivitäten oder Sportarten ausüben mögen, die mit Beinfreiheit verbunden sind.
Durch die Schwellung kann es zu Spannungsgefühl in den Beinen kommen, auch besteht teilweise ein leichtes Taubheitsgefühl in den Beinen. Immer wieder berichten Betroffene von Bewegungseinschränkungen durch die Schwellungen und dass die Beine schwer sind und sie klagen über dicke Beine. Meist sind die Beschwerden abends und nach langer und starker Belastung stärker. Hochlagern der Beine und Liegen lindern oft die Schmerzen.
Ursachen geschwollene Beine
Wie bei allen Symptomatiken ist es natürlich wichtig, strukturelle Ursachen auszuschliessen. An erster Stelle stehen bei geschwollenen Beinen Gefäßproblematiken. Das können Gefässverschlüsse sein, aber auch Krampfadern (medizinisch:Varizen), Lymphödeme und chronische Durchblutungsstörungen.
Erkrankungen wie Diabetes, eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Krebserkrankungen (z.B. Leberkrebs) und Erkrankungen, besonders der Leber und der Nieren wie z.B. eine Nierenentzündung oder eine Stauungsleber, Operationen, Lipödem, Unfälle, Medikamenteneinnahme, Medikamentenmissbrauch und eine Nahrungsmittelallergie können auch geschwollene Beine auslösen.
Die Gefässe der Beine laufen unter dem Leistenband in den Bauchraum und kommen von hier. Kommt es hier zu Spannungen, kann es nach funktionellem Verständnis zu einem Stau kommen. Dazu ist aus funktioneller Sicht wichtig, sich die Spannungs- und Druckverteilung im Bauchraum, in der Leiste selbst, im Becken und in den Beinen selbst anzuschauen.
Nach dem Verständnis des Fasziendistorsionmodells (FDM), das manchmal auch nach seinem Begründer, dem us- amerikanischen Notfallmediziner und Osteopathen Stephen Typaldos DO, die Typaldos Methode oder Orthopathische Medizin genannt wird, kann es sich um Verdrehungen der oberflächlichen Bindegewebsschichten, genannt Faszien, handeln. Für das FDM halten uns diese sogenannten Zylinderfaszien zusammen und regulieren den Flüssigkeitshaushalt. Die Windungen der Lederhaut müssen nach dem FDM getrennt bleiben, denn sie dienen als Schockabsorber vom Rumpf und den Extremitäten.
Das Fasziendistorsionsmodell fasst die extrazelluläre Flüssigkeit, die sich wohl hauptsächlich im Bein stauen kann, nicht (wie im Sinne der Schulmedizin) als ein Gewässer auf, sondern sieht sie eher als Grundwasser, das immer entlang von Grenzflächen (im FDM: Faszien) von unterschiedlichen Gesteinsarten fliesst. So kann es durch Verdrehungen von Faszienbändern (sogenannte Triggerbänder) auch am Ende zu einem Stau kommen.
Naturheilkunde bei geschwollenen Beinen
Nach dem FDM werden die relevanten Fasziendistorsionen behandelt und anschliessend müssen sich die Patienten viel bewegen. Für Behandlung und Diagnose wird die Körpersprache und die eigene Schilderung der Betroffenen zuhilfe genommen. Dieses Modell kann bei der Behandlung dieser Symptomatik schwierig bis unmöglich sein, wenn keine sicht- oder fühlbare Beschwerden oder Bewegungseinschränkungen vorliegen.
In der Osteopathie, einer manuellen Form der Diagnose und Behandlung, die vor etwa 130 Jahren von dem us-amerikanischen Arzt A.T. Still begründet wurde, werden nach anatomischen Gesichtspunkten Verbindungen hergestellt und mit den Händen untersucht. Zusätzlich werden mit den Händen ungünstige Spannungsverteilungen, Bewegungseinschränkungen und statische Ungleichgewichte untersucht und gegebenfalls behandelt. Es kann sinnvoll sein, bei einer funktionellen Problematik die osteopathische Behandlung mit einer Lymphdrainage Behandlung zu kombinieren. Osteopathisch werden mögliche Faktoren beseitigt, die einen Stau verursachen können und die Lymphdrainage soll die Flüssigkeit wieder nach oben pumpen. Ähnlich wird im Rolfing verfahren. Dies ist auch eine manuelle Methode, die die Gesamtstatik und Spannungsverhältnisse betrachtet.
Die traditionelle Naturheilkunde empfiehlt neben der Beinhochlagerung als Linderung, Gymnastik und viel Bewegung für die Beine, Atemübungen als Ansaugpumpe für die Flüssigkeit aus den unteren Extremitäten und kalte Güsse.
(Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)