Geschwollenes Knie

Akute Schwellungen des Knie, die nicht auf äußere Krafteinwirkung beziehungsweise Verletzungen zurücken, stehen oftmals im ZUsammenhang mit entzündlichen Geschehen. (Bild: chuugo/fotolia.com)
Fabian Peters
Ein geschwollenes Knie kann seine Ursache in einer Infektion haben. Akute Schwellungen entstehen jedoch meist durch ein Trauma, zum Beispiel durch einen Sturz. Nichtentzündliche Knieschwellungen beginnen in der Regel schleichend und meist verändern sich die Gelenke durch Innenschäden. Ursachen sind hier Arthrose und Gonarthrose, Hüfterkrankungen, Gicht, Hämophilie oder Ischialgie. Entzündungen hingegen zeigen sich zum Beispiel als akuter Gichtanfall, rheumatoide oder bakterielle Arthritis.

Durchfallerkrankungen oder Infektionen an den Geschlechtsorganen führen bisweilen als Nebenwirkung zu einem geschwollenen Knie. Der Vorteil bei akuten Verletzungen ist, dass der Betroffene den Grund für das geschwollene Knie kennt. Bilden sich aber Infektionen in der Umgebung des Knies, liegt eine unbekannte rheumatische Erkrankung vor oder gar eine innere Verletzung, tappt der Arzt erst einmal im Dunklen.

Akute Schwellungen des Knie, die nicht auf äußere Krafteinwirkung beziehungsweise Verletzungen zurücken, stehen oftmals im ZUsammenhang mit entzündlichen Geschehen. (Bild: chuugo/fotolia.com)
Akute Schwellungen des Knie, die nicht auf äußere Krafteinwirkung beziehungsweise Verletzungen zurücken, stehen oftmals im ZUsammenhang mit entzündlichen Geschehen. (Bild: chuugo/fotolia.com)

Verletzungen

Wenn das Knie verzerrt oder gequetscht ist, schwillt es an. Typische Verletzungen entstehen bei Fahrradunfällen, durch Schläge zum Beispiel mit dem Hammer, oder bei Sportarten wie Handball, Fußball und Rugby. Dann bildet sich eine Beule.

Doch nicht nur Verletzungen lassen beim Sport das Knie anschwellen, ebenso kann das Knie überbelastet sein. Ist das Knie durch ungewohnte Bewegungen überreizt, entzündet sich der Schleimbeutel und schwillt an.

Frakturen, Operationen, Infektionen oder Rheuma sind einige der vielen Ursachen für ein dickes Knie. Ein dickes Knie schmerzt, und es schränkt die Bewegungen ein.

Brüche, Prellungen und Sehnenrisse lassen das Knie anschwellen, ebenso Verspannungen und Überdehnungen. Die Verletzung selbst reizt das Gewebe.

Die Ursachen

Eine Arthrose ist eine Erkrankung eines Gelenks. Betrifft sie das Kniegelenk, dann schwindet dort das Gewebe. Das Kniegelenk verliert seine Pufferzone und Bewegungen verursachen Knieschmerzen.

Arthritis ist ein Sammelbegriff für verschiedene Infektionen, die sich ebenfalls durch Schwellungen zeigen. Bakterien infizieren das Kniegelenk, und das Knie schwillt an. Fieber tritt häufig begleitend auf.

Entzündete Schleimbeutel am Knie schmerzen besonders. Die Schleimbeutel schützen nämlich im Normalfall das Knie vor Druck und Reibung. Wenn sie nicht funktionieren, ist das gesamte Gewebe um das Knie chronisch gereizt. Außer einer Schwellung führt diese Entzündung ebenfalls zu Fieber.

Behandlung

Wer sich das Knie verletzt, sollte die Wunde sofort reinigen, sonst vereitert sie womöglich. Beim verdacht auf eine Fraktur oder einen Bruch sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Kalte Wickel lindern die Schwellung, denn die Kälte beruhigt das Gewebe. Drei- bis viermal am Tag für circa 20 Minuten sollte eine solche Behandlung dauern.

Schienen und Bandagen verhindern, dass das angegriffene Kniegewebe weiter gereizt wird.

Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Rheuma sind jedoch nicht für eine Selbstbehandlung geeignet. Ein Arzt muss hier die notwendige Therapie konzipieren. Das Symptom, also die Schwellung, zu lindern, bringt nichts, sondern die Krankheit muss an der Wurzel bekämpft werden. (Dr. Utz Anhalt)

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